Nuglar-St. Pantaleon

Wenn's kritisch wird, hilft die Baselbieter Feuerwehr auch im Schwarzbubenland

Liestal 30.08.2014 - Oeffentliche Rettungsuebung fuer die Bevoelkerung und Interessietze der Stuetzpunktfeuerwehr Liestal, der Feuerwehr Lausen und des Zivilschutz ERGOLZ. Uebung Strasenrettung. Photo by Roland Schmid

Die Stützpunktfeuerwehr Liestal rückt auch künftig nach Nuglar-St. Pantaleon aus. (Im Bild eine Rettungsübung)

Liestal 30.08.2014 - Oeffentliche Rettungsuebung fuer die Bevoelkerung und Interessietze der Stuetzpunktfeuerwehr Liestal, der Feuerwehr Lausen und des Zivilschutz ERGOLZ. Uebung Strasenrettung. Photo by Roland Schmid

Eigentlich ist die Dornacher Feuerwehr für die Gemeinde Nuglar-St. Pantaleon zuständig. Dabei wären die Liestaler Feuerwehrmänner schneller vor Ort. Nun hat man eine Lösung gefunden

Die Intervention der Verantwortlichen der Schwarzbuben-Gemeinde scheint Früchte getragen zu haben. «Wir konnten mit der Solothurner Gebäudeversicherung einen Kompromiss finden», sagt Daniel Baumann, Gemeindepräsident von Nuglar-St. Pantaleon. Mit der neuen Lösung könne man gut leben und sie mache Sinn. Wenn es um Leben und Tod gehe, sei es sehr wichtig, situationsbedingt handeln zu können.

Vor drei Monaten hatte das in Nuglar-St. Pantaleon noch ganz anders geklungen: In den Gemeindenachrichten liess der Gemeinderat seinem Frust über einen Entscheid der Solothurner Gebäudeversicherung freien Lauf: «Anstatt wie bisher die näherliegende Stützpunktfeuerwehr aus Liestal, wird neu bei einer unfallbedingten Personenrettung die Feuerwehr Dornach durch die Alarmzentrale aufgeboten», liess man die Leserschaft wissen.

Ohne Einwilligung der Gemeinde habe die Gebäudeversicherung das Einsatzgebiet geändert – sehr zum Ärger des Gemeinderats. Schon damals stellte der Gemeinderat gleichzeitig klar: «Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen».

«Eine klare Verschlechterung»

In den vergangenen Wochen suchte der Gemeinderat deshalb das Gespräch mit dem Solothurner Feuerwehrinspektor Markus Grenacher. «Wir haben ihn zu einer Aussprache eingeladen. Er zeigte sich lösungsorientiert», erzählt Baumann. Der Gemeinderat hat dem Feuerwehrinspektor klargemacht, dass die Änderung für Nuglar-St. Pantaleon eine klare Verschlechterung bedeute.

Wenn die weiter entfernte Feuerwehr aus Dornach über den Gempen anrücken müsse, werde Zeit verloren, die für das Überleben von Menschen relevant sein könne, so Gemeindepräsident Baumann. Es könne nicht sein, dass man ein etabliertes interkantonales System aufgebe, nur weil man es innerkantonal gelöst haben möchte.

Ausnahme: Brenzlige Situationen

Konkret rückt künftig bei Personenrettungen die Stützpunktfeuerwehr Dornach nach Nuglar-St. Pantaleon aus. «Wir haben uns aber darauf geeinigt, dass in brenzligen Situationen weiterhin die näher gelegene Stützpunktfeuerwehr Liestal zuständig ist», erklärt Daniel Baumann. Er nennt als solche Fälle Glatteis, Schnee oder Fallholz auf der Strasse.

Die Kantone und die Gemeinde seien sich einig gewesen, dass die Regelung zum Wohle des Unfallopfers sein müsse. Der Solothurner Feuerwehrinspektor Markus Grenacher war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Im Gegensatz zu Nuglar-St. Pantaleon wird im Nachbardorf Büren auch in Zukunft bei allen Personenrettungen die Feuerwehr aus Liestal ausrücken. Dies, obwohl Büren weiter von der Baselbieter Kantonshauptstadt entfernt ist als Nuglar-St. Pantaleon. «Wir gehören mit anderen Gemeinden zum Zweckverband Stützpunkt- und Regionalfeuerwehr Liestal», sagt Stéphanie Erni, Gemeindepräsidentin von Büren. Bisher habe ihre Gemeinde damit gut Erfahrungen gemacht. Der Verband stehe auch weiteren Gemeinden offen, beispielsweise Nuglar-St. Pantaleon.

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