Adventszauber

Wie das doppelte Lottchen: KMU Liestal und Begegnungszone Liestal

Vom 11. bis am 15. Dezember findet der Liestaler Weihnachtsmarkt statt. (Archivbild)

Vom 11. bis am 15. Dezember findet der Liestaler Weihnachtsmarkt statt. (Archivbild)

In Liestal wollen beide KMU-Vereinigungen die Bevölkerung auf Weihnachten einstimmen. Der Platzhirsch und der Neuling werden mit dem Beginn der Adventszeit und des Liestaler Weihnachtsmarktes ihr Können unter Beweis stellen.

In der Vorweihnachtszeit bekommt die Bevölkerung erstmals so richtig zu spüren, dass es in Liestal seit vergangenem Sommer zwei Interessenvertreter des lokalen Gewerbes gibt: den langjährigen Platzhirschen KMU Liestal und den Neuling Begegnungszone Liestal. Ab der zweiten Wochenhälfte treten beide in Aktion.

KMU Liestal in der zentralen Rathausstrasse am Freitag mit dem Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung und vom 11. bis 15. Dezember mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt mit rund 80 Ständen. Der Verein Begegnungszone Liestal in der nicht minder prominent gelegenen Allee zwischen Bahnhof und Stedtli mit dem erstmaligen «Adventszauber». «Begegnungszone»-Präsident Stefan Ulrich schwärmt in seiner typischen, euphorischen Art: «Das wird der Hammer. Wir bieten etwas völlig Neuartiges mit mehreren Highlights.»

Sozusagen zur Grundausstattung des «Adventszaubers» gehören drei Wohnwagen, in denen bis zu 30 Personen essen und trinken können, die man aber auch für Firmenanlässe mieten kann. Sie stehen bis zum 22. Dezember in der Allee und laufen unter dem Namen Café-Bar la Strada. Darum herum gibt es Konzerte, Lesungen von Weihnachtsgeschichten, Verkauf von Handwerkskunst, Auftritte des Circus Maus & Varieté und anderes mehr.

Vorstand besteht vor allem aus Familie Ulrich

Ulrich erzählt, dass sich schon über 150 Personen für die Eröffnung mit Stadtrat Daniel Muri und Bürgerrat Hans-Rudolf Schafroth angemeldet hätten. Das und die mittlerweile 90 Mitglieder zeigen, dass der neue Begegnungszone-Verein in kurzer Zeit Fuss gefasst hat in Liestal.

Diese Dynamik hat offenbar den Vorstand etwas überfordert. Auf jeden Fall sind zwei der ursprünglich vier Mitglieder schon wenige Monate nach der Gründung «wegen Arbeitsüberlastung» ausgetreten. Somit besteht der Vorstand aus nur noch zwei offiziell gewählten Mitgliedern: Präsident Stefan Ulrich und seine Mutter Susanna Ulrich. Ebenfalls wirken im Vorstand die von der Generalversammlung noch zu wählenden Klaus Ulrich, Vater von Stefan, und Luca Paoletti mit, womit der neue Verein praktisch ein Familienunternehmen ist.

Aber, so relativiert Stefan Ulrich, kürzlich sei ein Beirat ins Leben gerufen worden. Zu dessen Mitgliedern zählt Miguel Engewald aus Sissach, ehemaliger Zirkusartist und Bar-Betreiber auf der Kraftwerksinsel in Birsfelden. Er hat den «Adventszauber» wesentlich mitorganisiert und stellt die Wohnwagen zur Verfügung. Engewald meint: «Das ist kein Scheiaweia, sondern ein Ort, an dem die Leute im Vorweihnachtsstress zusammenkommen und entspannen können.»

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Autor

Andreas Hirsbrunner

Andreas Hirsbrunner

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