Fusions-Nein

Wie weiter mit dem Kantonsspital? Das sagen die Politiker

Kantonsspital Baselland Standort Liestal. (Archiv)

Klaus Kirchmayr (Grüne): «Das KSBL wird es sich wohl nicht leisten können, weiterhin drei Akutspitäler zu führen. Kurzfristig zentral ist, das Spital zu stabilisieren und die Finanzierung zu sichern. Die angekündigte Umwandlung des Kantonsdarlehens von 153 Millionen Franken in Eigenkapital hat drei Hürden zu nehmen: Erstens fragt sich, ob man das machen kann, ohne die Erfolgsrechnung zu belasten. Zweitens, ob es sich um eine gesetzlich verbotene Subvention handelt. Und drittens, ob dieser Betrag reicht, um das KSBL auf eine solide Basis zu stellen.»

Rolf Blatter (FDP): «Das KSBL muss sich unangenehme Fragen stellen, schmerzhafte Einschnitte werden nötig sein. Was die Politik nun machen kann: Den Artikel im Spitalgesetz lockern, der die Akutspital-Standorte Bruderholz, Laufen und Liestal explizit nennt. Das Spital Liestal ist das einzige KSBL-Haus, das langfristig überlebensfähig ist. Zudem stellt sich die Frage: Braucht das KSBL neue Köpfe? Wir von der FDP finden: Ja.»

Marc Scherrer (CVP): «Der Standort Bruderholz muss neu aufgestellt werden. Der Bau eines Ambulatoriums bleibt aus meiner Sicht auch ohne Spitalfusion eine Option. Das KSBL wird eine Finanzspritze benötigen. Da eine Privatisierung im Kanton nicht mehrheitsfähig ist, läufts auf die Frage hinaus: Wollen wir uns das mit Kantonsgeldern leisten?»

Lucia Mikeler (SP): «Es war und ist kein Geheimnis: Kommt die Fusion nicht zustande, gibts beim KSBL einen Abbau. Dieser muss sozialverträglich umgesetzt werden. Das Personal braucht Sicherheit. Mit den 66 Prozent Ja zur Fusion hat das Volk der KSBL-Spitze das Vertrauen ausgesprochen. Das KSBL braucht mehr Kapital. Die Umwandlung des Darlehens haben wir bereits bei der Psychiatrie durchexerziert. Sie wird im Landrat eine Mehrheit finden.» 

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