Oberbaselbiet

«Wir hatten auch schon Frauen im Gemeinderat. Das ist kein Problem»

In drei Oberbaselbieter Gemeinden finden Gemeinderats-Ersatzwahlen statt. Erst Häfelingen hat eine offizielle Kandidatur. (Symbolbild)

In drei Oberbaselbieter Gemeinden finden Gemeinderats-Ersatzwahlen statt. Erst Häfelingen hat eine offizielle Kandidatur. (Symbolbild)

In drei Oberbaselbieter Kommunen kommt es am 3.März zu Gemeinderats-Ersatzwahlen. Erst Häfelfingen hat eine offizielle Kandidatur, bei den beiden anderen Gemeinden hat sich noch niemand gemeldet.

Die 280-Seelen-Gemeinde Häfelfingen dürfte in zwei Wochen ihren dreiköpfigen Gemeinderat wieder komplettiert haben. Monika Schmocker ist einzige offizielle Kandidatin und möchte die Nachfolge von Mathias Schenker antreten. Dieser trat nach achteinhalbjähriger Tätigkeit auf Ende 2012 zurück, weil er aus Häfelfingen wegzog. Weniger gut sieht es derzeit in Niederdorf und Lampenberg aus. Trotz angekündigtem Urnengang sind noch keine Bewerbungen in Sicht.

Ein Geben und Nehmen

«Ich finde es wichtig, sich fürs Gemeinwohl einzusetzen. Nehmen und Geben ist ein wichtiges Prinzip», begründet Monika Schmocker ihre Kandidatur für den vakanten Gemeinderatssitz in Häfelfingen. Die 42-Jährige wohnt seit November 2010 im Oberbaselbieter Dorf und arbeitet im Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt. Schmocker war bei den Grünliberalen Präsidentin der Sektion Oberbaselbiet. Die Funktion hat sie wegen der zu erwartenden Wahl in die Häfelfinger Exekutive abgegeben, sie bleibt jedoch Parteimitglied.

Es sei der Wunsch gewesen, eine Frau für den Gemeinderat zu gewinnen, sagt Monika Schmocker. Dies bestätigt Gemeindepräsident Eugen Strub, seit 1984 Gemeinderat, den er seit 14 Jahren präsidiert. «Wir hatten auch schon Frauen im Gemeinderat. Das ist kein Problem.» Bis Ende letzten Jahres war es ein reines Männergremium. Strub hatte keine Angst, dass für den Wahlgang vom 3. März Kandidaturen ausbleiben. «Wir haben immer jemanden gefunden», meint er trocken.

Noch keine offizielle Kandidaturen in Niederdorf und Lampenberg

Laut Andreas Buser, dem Gemeindepräsidenten von Niederdorf, hat sich noch niemand offiziell gemeldet, um den frei werdenden Sitz von Vizepräsident Ruedi Gerber zu erben. Es seien Leute im Gespräch. «Am Donnerstag habe ich mit einer Person telefoniert, die Interesse zeigt», schöpft Buser Hoffnung. Gerber, seit neun Jahren Gemeinderat, demissioniert aus beruflichen Gründen per Ende März. Eine weitere Ersatzwahl steht in Niederdorf am 9. Juni an. Dann soll die Nachfolge von Mélanie Gysin bestimmt werden. Diese stellt auf Ende Juni ihr Amt aus beruflichen und persönlichen Gründen zur Verfügung.

Lampenberg muss Vizepräsident Andreas Beyeler ersetzen. Er tritt aus familiären Gründen nach zehn Amtsjahren per Ende Juni zurück. «Noch hat sich niemand beworben», stellt Gemeindeverwalter Max Gysin fest. Wer sich bis kommenden Montag melde, könne am 21. Februar im Mitteilungsblatt noch publiziert werden, erklärt Gysin. Sollte am 3. März keine Wahl zustande kommen, würde der zweite Wahlgang vermutlich auf 21. April angesetzt, vielleicht auch erst im Juni.

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