Coronavirus

Wirtschaftshilfe: Im Baselbiet sind 4400 Gesuche für Kurzarbeit eingegangen

Zahlreiche Firmen beantragen im Moment Kurzarbeit.

Zahlreiche Firmen beantragen im Moment Kurzarbeit.

Um die Betriebe während der Krise zu unterstützen, lancierte der Kanton Baselland ein Massnahmenpaket – zusätzlich zu den Bundeshilfen. Zahlreiche Gesuche sind eingegangen und werden bearbeitet.

Bis anhin sind beim Kanton 4400 Gesuche für Kurzarbeitsentschädigung eingegangen, davon wurden 2600 Gesuche bereits bewilligt. Dies meldet der Kanton am Mittwoch in einer Medienmitteilung. Bis Ostern sollen 3500 Anträge abgeschlossen werden.

Die Standortförderung Baselland hat 1000 Gesuche für Soforthilfe bei Härtefallen erfasst. Der Kanton unterstützt die von der Krise betroffenen Unternehmungen inklusive Selbständigerwerbende mit nicht rückzahlbaren Soforthilfen in Härtefällen und rückzahlbaren Krediten zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Für Kredite und Soforthilfen stellt der Kanton insgesamt 100 Millionen Franken bereit. Zudem unterstütz die Hauptabteilung Berufsfeld 150 Lehrbetriebe mit rund 450 Lernenden im Baselbiet.

Neben der Unterstützung des Kantons stehen den Baselbieter Unternehmen auch die vom Bund verbürgten Kredite zur Verfügung. Die BLKB hat bis dato zirka 900 Covid-19 Kredite von insgesamt rund 115 Millionen Franken vergeben. Die durchschnittliche Kredithöhe beträgt  knapp 130'000 Franken pro Kredit.

Kiga benötigt zusätzliches Personal

Um die grosse Anzahl an Gesuchen bearbeiten zu können, wurden beim Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland (Kiga) und in der Standortförderung zusätzliches Personal aus der Kantonsverwaltung beigezogen, wie es weiter heisst. Punktuell würden auch Externe helfen.

Der Baselbieter Landrat hatte vergangene Woche in einer ausserordentlichen Sitzung in Basel die Notverordnungen der Regierung zur wirtschaftlichen Soforthilfe in der Coronavirus-Krise abgesegnet. Die Notverordnung enthält in Ergänzung des bundesrätlichen Unterstützungspakets verschiedene kantonale Massnahmen in der Höhe von 100 Millionen Franken.

Konkret sind Soforthilfen an Unternehmen und Selbstständigerwerbende, Pauschalbeiträge an Lehrbetriebe, die Absicherung von Überbrückungskrediten sowie der vorübergehende Verzicht auf Verzugszinsen auf Staatssteuern vorgesehen.

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