Läufelfingen

Zieht Forter für Schneeberger in den Landrat?

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Noch immer ist nicht bekannt, wer für Daniela Schneeberger in den Landrat einzieht. Doch es verdichten sich die Anzeichen, dass der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter die Nachfolge der neuen Nationalrätin antritt.

Noch immer ist nicht offiziell bekannt, wer für die designierte Nationalrätin Daniela Schneeberger in den Landrat einzieht. Es verdichten sich aber die Anzeichen, dass es Läufelfingens Gemeindepräsident Dieter Forter wird. Der Fraktionspräsident im Landrat, Rolf Richterich, sieht die Situation, dass noch keine Nachfolge gefunden wurde, gelassen: «Das ist leider der politische Alltag und noch ist Schneeberger im Amt.»

Gewählt wurde am 27. März von der FDP Sissach Daniela Schneeberger mit 1611 Stimmen. Es folgte auf dem zweiten Platz die Sissacher Gemeindepräsidentin Petra Schmidt. Sie kam knapp hinter Schneeberger auf 1518 Stimmen. Doch für sie reichten die Parteistimmen nicht aus. Sie schied nach nur einer Legislatur aus dem Landrat aus.

Dass sie jetzt nicht für Daniela Schneeberger in den Landrat nachrücken will, kann Richterich verstehen: «Sie will sich anderen Themen im Leben widmen. Das ist ihr persönlicher Entscheid.» Richterich versteht auch, dass es für jemanden, der eigentlich abgewählt wurde, ein besonders schwieriger Entscheid sei, für eine Kollegin oder einen Kollegen nachzurücken. Petra Schmidt wird im Frühling auch nicht mehr für das Gemeindepräsidium in Sissach kandidieren. Für sie war es immer wichtig, dass Landräte auch in ihren Gemeinden Ämter übernehmen.

Abklärungen und Gespräche

Hinter Schmidt folgt eine grosse Lücke. Der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter weist mit seinen 777 Stimmen einen beträchtlichen Rückstand auf das Spitzenduo auf. Er werde an der Sitzung der FDP-Sektion Sissach vom 30. November bekannt geben, ob er in den Landrat nachziehen will oder nicht. Doch alles deutet darauf hin, dass er es machen wird. «Hätte ich von Anfang an gewusst, dass ich es nicht machen möchte, hätte ich das auch so kommuniziert.» Es habe noch diverse Abklärungen und Gespräche gebraucht, da ein solches Amt viele Veränderungen mit sich bringt. Mehr will er dazu nicht sagen und verweist auf den 30. November.

Wann Daniela Schneeberger ihr Amt im Landrat niederlegen wird, weiss sie noch nicht. Zuerst wolle sie mit ihrem potenziellen Nachfolger ein endgültiges Gespräch führen. Auch sie spricht offen von Dieter Forter. «Man muss Verständnis haben, dass alle von der Situation überrascht wurden und die Nachfolgeregelung ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.» Voraussichtlich wird Forter um die Jahreswende die Nachfolge von Schneeberger antreten. Seine erste Sitzung könnte schon am 12. Januar sein. Für Schneeberger startet bereits schon am 5. Dezember die Wintersession im Nationalrat mit dem Höhepunkt Bundesratswahl.

CVP-Nachrücker nicht auf der Liste

Rolf Richterich weiss von Forters Absichten noch nichts. Auch wenn am Ende ein Nein herauskommen würde, wäre das für ihn keine Katastrophe: «Es gab schon Fälle, in denen kein Kandidat auf der Liste nachrücken wollte und so jemand gewählt wurde, der nicht einmal auf der Liste stand. So weit sind wir glücklicherweise noch nicht», sagt er mit einem Lächeln.

Richterich spricht das Beispiel von Franz Meyer an. Er zog im August 2010 für die CVP im Wahlkreis Laufen nach einer Ergänzungswahl in den Landrat ein. Er war zuvor gar nicht auf der eigentlichen Kandidatenliste. Für den Fraktionspräsidenten sei einfach wichtig, dass ein Landrat demokratisch legitimiert ist und auch gewillt, das Amt zu übernehmen.

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