«Frisch geschnittenes Gras, Rosssattel, nasser Hund», beginnt Regierungsrat Thomas Weber seine Ansprache an der Baselbieter Staatsweinkürung. «All das sind mögliche Noten, die man aus einem Wein herausschmecken kann», so Weber weiter. Einen nassen Hund habe er glücklicherweise nicht geschmeckt, als er kurz vorher die nominierten Weine als Jurymitglied degustieren konnte.

Nominiert waren in vier Kategorien – Riesling-Sylvaner, Weisse Spezialitäten, Blauburgunder und Rote Spezialitäten – insgesamt zwölf Weine. Die Sieger wurden am Donnerstag im Schloss Ebenrain in Sissach von einer zwölfköpfigen Jury ausgewählt – darunter prominente Mitglieder wie Basler Regierungsrat Christoph Brutschin und Landratspräsident Peter Riebli, aber auch Sommelièr Barbara Nebiker und Hotelier Marlés Enrique.

Eine Premiere war der Sieg in der Königsklasse, der Kategorie Blauburgunder, für Monika Fanti aus Aesch. Ihr «Kluser Blauburgunder» ist der neue Staatswein seiner Kategorie. «Nur Freude und Stolz» fühle sie nach dem Sieg. Schon von der Nomination sei sie überrascht gewesen, nachdem zwei eingereichte Weissweine abgelehnt worden waren. Dass es nun für den Sieg gereicht hat, freut sie umso mehr.

In der Kategorie Rote Spezialitäten konnte der «Syydebändel Pinot Noir Barrique» vom Verein Syydebändel siegen – ebenfalls eine Premiere. Bei den Weissen Spezialitäten siegte das Weingut Jauslin – Jauslin gewinnt zum zweiten Mal seit Einführung der Staatsweinkürung vor vier Jahren. Sieger der Kategorie Riesling-Sylvaner ist der Maispracher Riesling-Sylvaner der Siebe Dupf Kellerei in Liestal. Sie produzierte bereits drei Staatsweine.