Frenkendorf
150 neue Eichen für das Forstrevier – um den Wald zu verjüngen

Die Bürgergemeinde Frenkendorf hat im Rahmen ihres 90-Jahr-Jubiläums eine aussergewöhnliche Aktion gestartet: Interessierte Personen haben die Möglichkeit, Bäume für bestimmte Waldflächen zu spenden. Vorerst geht es dabei um Traubeneichen.

Willi Wenger
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Auf Wachstumskurs: Toni Kummli (links) und Förster Markus Eichenberger vor einer Traubeneiche. wwl

Auf Wachstumskurs: Toni Kummli (links) und Förster Markus Eichenberger vor einer Traubeneiche. wwl

Die Idee zu dieser «sinnvollen Investition in die Zukunft», wie sie vom Bürgerrat Frenkendorf bezeichnet wird, hatte Revierförster Markus Eichenberger, der dafür verantwortlich ist, dass die «neuen Bäume für den Rest ihres Lebens» gepflegt werden. «Dass jeder Baum in 80 Jahren noch vorhanden ist, können wir allerdings nicht garantieren», sagt Eichenberger. Sicher sei nur, dass die jungen Bäume «mit Garantie» wenigstens 10 Jahre sorgfältig gepflegt würden.

«In der Folge müssen die Jungeichen sukzessive ausgelichtet werden, bis sie den Platz erhalten, der notwendig ist, um ihnen das Überleben zu ermöglichen.» Dies sei notwendig, um der Entwicklung des Waldes gerecht zu werden. «Wir wollen, dass die Bevölkerung im Allgemeinen und die Baumspender im Speziellen eine enge Beziehung zum Wald aufbauen», blickt Eichenberger in die Zukunft. Der Waldchef des Bürgerrats Toni Kummli fügt an, dass es auch in Zukunft unverzichtbar sein werde, zum Wald Sorge zu tragen.

Bereits 100 neue Bäume bestellt

Die Spendenaktion, die vorerst «unbeschränkt» weiterlaufen wird, hat zum Ziel, wenigstens 150 neue Bäume im Frenkendörfer Forst setzen zu können. Das ehrgeizige Vorhaben dürfte erreicht werden, sind doch bereits 100 Bäume zum Preis von 15 Franken pro Exemplar bestellt worden. Die Gründe zum Mitmachen seien dabei laut Kummli sehr unterschiedlich. «Einzelne Personen reservieren Bäume für ihre Enkelkinder, andere wiederum schenken sich, beispielsweise zur Silberhochzeit, 25 Bäume.»

Mit der Traubeneichen-Pflanzaktion, die am 29. März des kommenden Jahres anlässlich der Wald- und Rüttiputzete gestartet werden wird, wird auch der Weg der künstlichen Waldverjüngung beschritten. «Die Traubeneiche ist dabei ein idealer Baum», sagt Eichenberger, welcher diese als wesentlich trockenresistenter und wärmeliebender als beispielsweise Buchen bezeichnet.

Dennoch: Ab zirka 2015 sollen im Rahmen der rollenden Planung auch Nussbäume, Kirschbäume, Elsbeerbäume oder Douglasien gepflanzt werden. So könne «der Wald auch künftigen Generationen erhalten bleiben», sind Eichenberger und Kummli überzeugt. Die Bürgergemeinde Muttenz hat gleichzeitig die identische Aktion gestartet. Auch dort sollen rund 150 Bäume gepflanzt werden.