Feuerspektakel Läufelfingen
160 Jahre später brennt es wieder

Am Samstag wurde in Läufelfingen mit einem Feuerspektakel dem Tunnelbrand von 1857 gedacht, bei dem 63 Menschen ums Leben kamen.

Samuel Hufschmied
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Die Kunstinstallation aus Fichtenholz von Hansjörg Rickenbacher alias Ricki ruft Erinnerungen an das tragische Ereignis von 1857 hevor. Damals kamen beim Bau des Hauenstein-Scheiteltunnels 63 Menschen durch ein Feuer ums Leben.

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Ein mit Pech überzogenes Seil in einem Lüftungsschacht der Tunnelschmiede fing Feuer. Stützbalken und Bretter fingen ebenfalls Feuer und der einstürzende Schacht schnitt allen Tunnelarbeitern den Ausweg ab. Acht Tage dauerte es, bis die Eingeschlossenen befreit werden konnten.

Bereits im Dezember begannen die Aufbauarbeiten.
4 Bilder
Noch ein letztes Erinnerungsfoto bevor die Funken springen.
Hansjörg Rickenbacher hat die Skulptur gebaut.
Riesige Flammen schossen aus dem Fichtenholz-Kunstwerk und erhellten die Nacht.

Bereits im Dezember begannen die Aufbauarbeiten.

Jury Junkov

Die Skulptur soll aber nicht nur an die traurigen Erinnerungen gedenken, sondern ebenfalls die beispiellose Pioniertat der damaligen Ingenieure und Entscheidungsträger würdigen, so Hansjörg Rickenbacher. Denn es handelte sich damals um den ersten Durchstoss eines ganzen Gebirges, so Ricki. Nur ein Jahr nach dem Brand wurde der Tunnel, mit seinen 2495 Metern als längster Tunnel Europas eröffnet.