Baselland
24 Wochen zusätzliche Elternzeit würden 43 Millionen Franken kosten

Alle Nachbarländer haben sie längst eingeführt, die Elternzeit. Doch in der Schweiz bleibts schwierig. Die Baselbieter Regierung hat nun ausgerechnet, wie teuer verschiedene Modelle der Elternzeit wären und wie man sie finanzieren könnte.

Michael Nittnaus
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Lucia Mikeler forderte in ihrem Postulat eine Auslegeordnung, wie Elternzeit finanziert werden könnte. (Symbolbild)

Lucia Mikeler forderte in ihrem Postulat eine Auslegeordnung, wie Elternzeit finanziert werden könnte. (Symbolbild)

imago/Westend61

SP-Landrätin Lucia Mikeler forderte in einem Postulat noch nicht die Einführung in Baselland, sondern bloss eine Auslegeordnung, wie Elternzeit finanziert werden könnte. In ihrer Antwort präsentiert die Regierung nun drei Modelle: ein Fonds, dem die Unternehmen freiwillig beitreten könnten, ein obligatorischer Fonds, in den Arbeitnehmer und -geber paritätisch einzahlen müssten oder die Finanzierung aus der Staatskasse.

Die Kosten beliefen sich bei 14 Tagen Vaterschaftsurlaub auf jährlich 4,5 Millionen Franken, bei den oft diskutierten zusätzlichen 24 Wochen Elternzeit auf 42,6 Millionen. Das entspräche 0,48 Lohnprozenten. Knackpunkt wäre laut Regierung aber vor allem, dass der Kanton die Unternehmen nicht verpflichten kann, die finanzierte Elternzeit auch zu gewähren.