Allschwil
Baselland will beim Bachgraben-Zubringer vorwärtsmachen: Über 18 Millionen Franken für Projektierung beantragt

Das Entwicklungsgebiet Bachgraben soll einen direkten Anschluss ans Hochleistungsstrassennetz erhalten, den Zubringer Bachgraben-Allschwil (Zuba). Die Baselbieter Regierung hat jetzt beim Landrat 18,4 Millionen Franken beantragt, um das Strassenprojekt weiter planen zu können.

Aimee Baumgartner
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Der Baselbieter Regierungsrat will in die Erschliessung des Gewerbegebiets Bachgraben investieren.

Der Baselbieter Regierungsrat will in die Erschliessung des Gewerbegebiets Bachgraben investieren.

Nicole Nars-Zimmer

Das Gewerbegebiet Bachgraben in Allschwil soll besser erschlossen werden. Vorgesehen ist ein neuer Autobahnzubringer, der Zuba, was für Zubringer Bachgraben-Allschwil steht. Der Baselbieter Regierungsrat will nun vorwärtsmachen mit dem Zuba. Für die Projektierung des neuen Strassenabschnittes hat er beim Landrat eine Ausgabenbewilligung im Rahmen von 18,4 Millionen Franken beantragt. Das ist einer Mitteilung vom Mittwoch zu entnehmen.

Für die Gesamterschliessung des «sehr wichtigen Entwicklungs- und Wirtschaftsgebiets» brauche es, teilt der Regierungsrat mit, mehrere Verkehrsmassnahmen: einen direkten Autobahnanschluss, eine neue leistungsfähige ÖV-Anbindung und eine attraktive Veloverbindung. Jetzt muss der Landrat darüber entscheiden.

Neben Zubringer sind auch Veloschnellroute und Tram vorgesehen

Die Gesamtkosten des Projektes Zuba belaufen sich auf 370 bis 420 Millionen Franken und werden vom Kanton Basel-Landschaft getragen. Im Gegenzug übernimmt Basel-Stadt die Federführung und die Kosten für die Planung und Realisierung der Tramverbindung Bachgraben. Die neuen Tramschienen würden zu grössten Teilen auf Stadtbasler Boden zu liegen kommen.

«Das bestehende Strassennetz stösst bereits heute an die Kapazitätsgrenzen und der Strassenverkehr belastet stark die angrenzenden Wohnquartiere in Allschwil und Basel», heisst es in der Mitteilung weiter. Für Velofahrer und Fussgängerinnen würden oft sichere Verbindungen fehlen. Zudem entspreche die Anbindung an das ÖV-Netz noch nicht der «Dynamik der Entwicklung».

Visualisierung des Tunnelportals für den Zubringer Allschwil. Die Einfahrt käme im Bereich Flughafenstrasse zu liegen, wo die A2 in die französische A35 übergeht.

Visualisierung des Tunnelportals für den Zubringer Allschwil. Die Einfahrt käme im Bereich Flughafenstrasse zu liegen, wo die A2 in die französische A35 übergeht.

Archivbild: Tiefbauamt BL

Der Zuba schaffe zukünftig eine direkte Verbindung von der Autobahn N03 Nordtangente in Basel mit dem Entwicklungsgebiet in Allschwil. Geplant ist eine zweispurige kantonale Hauptverkehrsstrasse in einem Tunnel unter Basel-Stadt und der Ausbau der bestehenden Rue de Bâle in Frankreich.

Absprache zwischen den beiden Basel und Frankreich

Der Kanton spricht in diesem Zusammenhang von drei Schlüsselprojekten. Neben dem Zubringer Bachgraben-Allschwil gehören dazu eine Velovorzugsroute Bachgraben-Basel SBB und das Tram Bachgraben. Die Umfahrung von Hégenheim und Hésingue, ein Projekt der Saint-Louis Agglomération (SLA), schliesst an den Zubringer Bachgraben-Allschwil an und dient ebenfalls der Entlastung von Siedlungsgebieten. Die Schlüsselprojekte wurden beim Bund im Agglomerationsprogramm Basel angemeldet. Bei einer Berücksichtigung der Projekte durch den Bund besteht laut der Baselbieter Regierung die Möglichkeit, Bundesbeiträge von bis zu 40 Prozent der anrechenbaren Kosten zu erhalten.

Anfang 2021 hat der Kanton Baselland mit dem Kanton Basel-Stadt eine Absichtserklärung zur Koordination und Kooperation der Verkehrsverbindungen unterschrieben. Am Dienstag konnte nach Angaben des Baselbieter Regierungsrats zudem eine gegenseitige Absichtserklärung mit den französischen Partnern Saint-Louis Agglomération (SLA) und Collectivité européenne d'Alsace (CeA) verabschiedet werden, welche die Zusammenarbeit und Finanzierungsfragen für die nächsten Phasen des Projektes definieren.

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