Allschwil
Allschwil begrüsst seinen zwanzigtausendsten Einwohner

Rund ein Jahr später als erwartet durfte Allschwil am Montag seinen 20000. Einwohner offiziell willkommen heissen. Das Bevölkerungswachstum sei Zeugnis für Allschwils hohe Attraktivität, sagt Gemeindepräsident Anton Lauber.

Benjamin Wieland
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Gemeindepräsident Anton Lauber überreicht dem 20000. Allschwiler Philipp Martin-El Arabi einen Gutschein in der Höhe von 20 000 Rappen.

Gemeindepräsident Anton Lauber überreicht dem 20000. Allschwiler Philipp Martin-El Arabi einen Gutschein in der Höhe von 20 000 Rappen.

Andres Linder/Gemeinde Allschwil

Herr Lauber, Sie durften soeben den 20 000. Einwohner begrüssen. Noch nie hatte eine Gemeinde im Kanton Baselland so viele Einwohner. Welche Bedeutung hat die Zahl?

Anton Lauber: Das ist ein Meilenstein in unserer Geschichte. Und es ist ein Zeugnis für die gute Entwicklung, die in den letzten Jahren bei uns stattgefunden hat, und zwar beim Wohnungsbau – aber auch bei den Unternehmen.

20 000-Rappen-Geschenk

Der 20 000. Allschwiler heisst Philipp Martin-El Arabi. Der Mediziner lebte zuvor in Therwil, Allschwil war jedoch bereits sein Arbeitsort. Er bringt eine Ehefrau und zwei Kinder mit. Von Gemeindepräsident Anton Lauber erhielt er als «Präsent» einen Einkaufsgutschein in der Höhe von 20 000 Rappen, einen 20-Kilogramm-Kuchen sowie 20 Blumen. (bwi)

Weshalb bei den Unternehmen?

Philipp Martin-El Arabi, unser Einwohner Nummer 20 000, ist das beste Beispiel hierfür: Er hatte schon vor seinem Zuzug in Allschwil gearbeitet. Wir können somit feststellen, dass wir nicht nur bei der Funktion Wohnen, sondern auch bei Arbeit und Erholung attraktiv sind.

Rang 1: Allschwil mit 20 000 Einwohnern
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2. Rang: Reinach mit 18 721.
Rang 3: Muttenz mit 17 415 Einwohnern.
Rang 4: Pratteln mit 15 377 Einwohnern
Rang 5: Binningen mit 14 914 Einwohnern
Rang 6: Kantonshauptort Liestal mit 13 771 Einwohnern.
Gemeindepräsident Anton Lauber überreicht dem 20000. Allschwiler Philipp Martin-El Arabi einen Gutschein in der Höhe von 20 000 Rappen.

Rang 1: Allschwil mit 20 000 Einwohnern

Kenneth Nars

Wo liegt die Grenze?

Zuerst muss ich einmal betonen, dass es dem Gemeinderat nie darum gegangen ist, Wachstum per se zu forcieren, sondern eher darum, die Bevölkerungszahl zu halten. Wir konnten in den vergangenen Jahren einige Überbauungen realisieren. So stieg auch die Einwohnerzahl, was einen erfreulichen Nebeneffekt darstellt. Jetzt geht es darum, nach innen zu wachsen, was wir vor allem mit Verdichtung anstreben.

Allschwil wird weitere Überbauungen realisieren können, etwa Langmatten II. Dann weist die Gemeinde viele Landreserven aus. Die Bevölkerungszahl wird zunehmen!

Das ist nicht gesagt. Neuer Wohnraum wird durch den stetig steigenden Flächenverbrauch pro Bewohner regelrecht «konsumiert». Wir haben für unsere Gemeinde berechnet, dass wir jährlich rund 60 zusätzliche Wohneinheiten brauchen, um die Einwohnerzahl zu halten.

Gegenwärtig wächst die Gemeinde. Das bedeutet aber auch mehr Aufwand. Im Juni stimmt Allschwil über ein neues Primarschulhaus für 70 Millionen Franken ab.

Dieses neue Schulhaus brauchen wir primär wegen der Umstellung auf Harmos. Die Umstellung auf sechs Jahre Primarschule erhöht den Platzbedarf stark. Ein anderer Aspekt ist die Tagesschule, für die wir Räumlichkeiten benötigen. Dann können wir feststellen, dass wieder mehr Kinder geboren und schulpflichtig werden. Diese sind sicher nicht nur auf die Zuzüger zurückzuführen – auch wenn der 20 000. Einwohner ein «schlechtes» Beispiel ist: Er hat ja zwei Kinder mitgebracht. (Lacht.)