Allschwil
Allschwil bläst zur Aufholjagd: Ein Schulhaus für 70 Millionen Franken

Aus zwei mach eins: Allschwil will zwei sanierungsbedürftige Schulhäuser durch einen Neubau ersetzen. Es wäre die wahrscheinlich grösste Investition in der Geschichte der Gemeinde.

Benjamin Wieland
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So soll das neue Allschwiler Schulhaus «Gartenhof» aussehen

So soll das neue Allschwiler Schulhaus «Gartenhof» aussehen

bz/zvg

Die vier Allschwiler Primarschulhäuser sind in die Jahre gekommen. Zumindest zwei von ihnen müssten demnächst saniert werden - die Gemeinde hat jedoch etwas anderes vor: Sie will sie durch ein Neues ersetzen. Das sogenannte Schulhaus «Gartenhof» soll ab August 2016 die Schüler der Bettenacker- und Gartenstrasse-Schule aufnehmen. «Ich glaube, wir können mit dem Neubau gegenüber den anderen Gemeinden etwas aufholen», sagte Christian Engels, Leiter der Primarschule, an der Medienorientierung vom Mittwoch in der Gemeindeverwaltung.

Doch die Aufholjagd kostet: Auf rund 70 Millionen werden die Kosten geschätzt. Damit wird jedoch auch der Ersatz von wegfallenden Fussballfeldern finanziert. Trotzdem wird der Gartenhof ein grosser Brocken für Allschwil, wie auch Gemeindepräsident Anton Lauber betonte: «Es ist die grösste Investition, an die ich mich erinnern kann». Eine Alternative gebe es aber keine, betonte Lauber: «Die Sanierung der zwei bisherigen Schulhäuser käme teurer als ein Neubau. Hinzu kommt, dass wir im Zuge von Harmos mehr Schulräume zur Verfügung stellen müssen». Nicht zuletzt verzeichne Allschwil seit einigen Jahren wieder Höhere Kinderzahlen.

Sie freuen sich auf das neue Schulhaus: Gemeinderätin Franziska Pausa-Riegger, Gemeindepräsident Anton Lauber, Gemeinderat Christoph Morat.

Sie freuen sich auf das neue Schulhaus: Gemeinderätin Franziska Pausa-Riegger, Gemeindepräsident Anton Lauber, Gemeinderat Christoph Morat.

bz/zvg

Regenbogen-Fassade

Das Schulhaus Gartenhof wird zwischen Binningerstrasse und Lettenweg zu stehen kommen. Der Neubau besteht aus drei Teilen: Primar- und Sekundarstufe erhalten je einen Trakt, hinzu kommt eine Aula und eine Dreifachturnhalle. Die bisherigen Schulhäuser werden abgebrochen (Lettenweg) oder umgenutzt (Gartenstrasse). Der politische Fahrplan sieht vor, dass das Projekt im März vor den Einwohnerrat kommt. Beim einer zu erwartenden Zustimmung würde die Bevölkerung am 9. Juni zur Urne gebeten. Als Baubeginn wird Juni 2014 angegeben.

Zum Schulhaus gehört auch eine Aula (Gebäude an der Strasse, rechts von der Mitte)

Zum Schulhaus gehört auch eine Aula (Gebäude an der Strasse, rechts von der Mitte)

bz/zvg

Das Gebäude der Arbeitsgemeinschaft Birchmeier Uhlmann und Carlos Rabinovich Architekten aus Zürich sieht eine vorgehängte Fassade aus Metallrohren vor, die je nach Lichteinfall eine andere Farbe annehmen soll. Dies erklärt auch den Namen des Siegerprojekts: «Regenbogen».