Scherz
April, April – ob Private, Medien oder staatliche Organisationen

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Iso «Clay» vom Federsee begrüsst in Liestal die 1.-April-Opfer.

Iso «Clay» vom Federsee begrüsst in Liestal die 1.-April-Opfer.

zvg

Ob Private, staatliche Organisationen oder Medien: Wiederum wurde mit allerlei Mitteln versucht, Mitmenschen in den April zu schicken. Das Basler Präsidialdepartement und die Archäologische Bodenforschung probierten es mit einem Scherz «mit einem wahren historischen Kern»: Doch spuckte das mittelalterliche «Sparkässeli», das angeblich bei den aktuellen Ausgrabungen vor dem Rathaus zum Vorschein gekommen war, nur Schoggitaler aus. Diese wurden vom Kantonsarchäologen Guido Lassau an neugierige Passanten verteilt. Allerdings wurden laut Lassau bei Bauarbeiten in den 1970er-Jahren auf dem Basler Marktplatz tatsächlich zwei mittelalterliche Sparbüchsen gefunden.

Ebenfalls auf Süssigkeiten setzte die Baselbieter Polizei. Per Facebook wurden Interessierte dazu eingeladen, auf dem Posten in Liestal geschmuggelte Bonbons abzuholen, die Polizeihund Iso «Clay» vom Federsee bei einer Razzia erschnüffelt hatte. Wer sich dann am Nachmittag zum Polizeiposten begab, wurde tatsächlich von Iso «Clay» und seinen Hundeführern, den beiden Polizisten Dobler und Gysin, begrüsst, erhielt aber nur (völlig legale) «Dääfi» mit dem Baselbieter Polizei-Logo.

Die Kollegen der «Solothurner Zeitung» und des «Oltner Tagblatts» vermeldeten den Sensationsfund von Goldnuggets in der Emme. Angeblich war beim Spazieren mit seinem Hund Leo der Gemeindepräsident von Derendingen Kuno Tschumi darauf gestossen. Weil das kantonale Bau- und Justizdepartement einen «Goldgräberboom» vermeiden wolle, so ging die Saga weiter, würden im Kanton Solothurn nur fünf Schürfbewilligungen erteilt.
Übrigens: Die gestrige bz erschien völlig scherzfrei. (bos/SDA)