Visualisierungen
Architekten-Träume vs. Realität: So sehen die umgesetzten Bauprojekte aus

Ein Vergleich zwischen den Visualisierungen von Bauprojekten und Bildern der fertigen Bauten zeigt: Die Planer schummeln gern.

Michel Ecklin
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Wunsch und Realität: So zeichnen sich Architekten die Welt schön
7 Bilder
Joggelihalle
Roche
Rheinpromenade
Erlenmatt
Rathausstrasse
Bahnhof Pratteln

Wunsch und Realität: So zeichnen sich Architekten die Welt schön

ken / zvg

Vor jedem geplanten Bau präsentieren die Planer Visualisierungen. Damit wollen sie zeigen, wie ihr Werk nach Vollendung aussehen sollen. Dabei sind sie meist ziemlich kreativ, wie eine Auswahl von Bauten aus den beiden Basel zeigen.

Visualisierung 1

Tramschienen, Ampeln, Strassenbeleuchtung – all das störte die Architekten der Joggelihalle.

Vor dem Aquila-Turm in Pratteln hätten Menschen vorbeispazieren sollen, jetzt ist dort ein Halteverbot.

Ein seltener Fall von Visualisierung auf der Erlenmatte: In der Realität gibt es mehr Bäume als virtuell. Dafür weniger Menschen.

Eine auffallend ehrliche optische Vorschau gab es auf Zentraliestal gegenüber des Bahnhofs Liestal.

Hier wurde das geplante IWB-Gebäudes in der Basler Steinenvorstadt auf ein Foto gestellt. Die Menschen sind auf beiden Bildern echt. Auf der Visualisierung sorgen die entspiegelten Fensterscheiben für klarere architektonische Linien.

Der Visualisierer der Wasseraufbereitungsanlage in Muttenz hatte offensichtlich die Befürchtung, der Bau könne zu bunt daher kommen. Und der virtuelle Fotograf hatte einen starken Weitwinkel aufgeschraubt.

Auf dem Rheinuferweg zwischen Basel und Huningue wünschten sich die Planer Menschen. Es kamen Velofahrer.

Die Architekten lieben schöne, glatte Betonflächen. Die Gesetze verlangen aber Behindertenparkplätze, so auch vor der Rennbahnklinik in Muttenz.

Der Teer in der Greifengasse in Basel wurde zwar erneuert, aber so glatt wie auf der Visualisierung wurde er nicht.

Ein schöner Turm, der aus dem Urwald ragt - das schwebte den Planern des Ceres-Turms vor. Leider ist Pratteln nicht ganz so grün.

Vor dem Kunstfreilager auf dem Dreispitz hat der Visualisierer kurzerhand die Schienen umverlegt. Das Metallgerüst vor dem Gebäude dient als Fahnenstange, in Wirklichkeit steht es einfach nur im Weg herum.

Die Architekten haben in der Liestaler Rathausstrasse eine Foto-Love-Story inszeniert.

Etwas dramatisches, braunes Licht - und schon erscheint die Fassade der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz etwas weniger braun.

Der Kubus der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz ist das massivste Gebäude des Baselbiets. Mit dem passenden Weitwinkel sieht es sofort weniger bedrohlich aus.

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