Falsche Gerüchte
Arlesheimer Bauprojekt «Uf der Höchi» kommt doch noch

Grassierende Gerüchte, der Investor für das lange umstrittene Bauprojekt in Arlesheim sei abgesprungen, sind falsch.

Michel Ecklin
Merken
Drucken
Teilen
Die Anwohner müssen sich gefallen lassen, dass das Gebiet «Uf der Höchi» in Arlesheim überbaut wird. (Archiv)

Die Anwohner müssen sich gefallen lassen, dass das Gebiet «Uf der Höchi» in Arlesheim überbaut wird. (Archiv)

Nicole Nars-Zimmer

Die umstrittene Überbauung «Uf der Höchi» komme nicht zustande – so lautet ein Gerücht, das derzeit in Arlesheim kursiert. Mehrere Anwohner des Baugeländes auf der Arlesheimer Hanghöhe bestätigen unabhängig voneinander gegenüber der bz, dass sie von diesem Gerücht gehört haben.

Mitgehört haben sie auch gleich eine Begründung, weshalb das in der Vergangenheit heftig umstrittene Projekt angeblich nicht vom Fleck komme: Die Investorin, die indische Hindustan Construction Company Ltd. (HCC), zeige kein Interesse mehr. Deshalb habe die Landbesitzerin, die Steiner AG in Zürich, das Areal verkauft. Für einen möglichen Abbruch des Projekts spreche, dass man schon lange nichts mehr davon gehört habe, sagt die Gerüchteküche weiter. Ein Anwohner, der anonym bleiben will, beruft sich sogar auf «eine sichere Quelle», die ihm das Gerücht bestätigt habe, die er aber nicht nennen will, «weil ich sonst in Teufels Küche komme».

Die Anwohner, die das Gerücht verbreiten, lassen etwas Schadenfreude durchblicken. Schliesslich hatten sie das Projekt jahrelang heftig bekämpft. Nach diversen gescheiterten Projekten und einem Formfehler des Gemeinderates genehmigten die Gemeindeversammlung und dann das Stimmvolk aber den Quartierplan. Schliesslich gab im vergangenen Herbst das Kantonsgericht endgültig grünes Licht.

Doch es sieht ganz so aus, als ob das Gerücht dem Wunschdenken der Gegner entsprungen ist. Denn von der Firma Steiner AG kommt eine unzweideutige Berichtigung: «Wir dementieren dieses Gerücht in aller Form», schreibt Mediensprecher Claude Sulser auf Anfrage der bz. «Es entbehrt jeglicher Grundlage.» Die Planung befinde sich derzeit in der Phase «Vorprojekt».

Baustart vermutlich Ende 2017

Das nun dementierte Gerücht über den Planungsabbruch könnte dadurch angeheizt worden sein, dass die Steiner AG alle von den Kritikern immer noch umstrittenen Fragen (Verkehr, Geologie) für geklärt hält und die Anwohner erst vor Einreichen des Baugesuchs wieder informieren will. Das ist für Ende Jahr vorgesehen. Je nach Dauer des Bewilligungsverfahrens könnten Ende 2017 die Bagger auffahren. Die Wohnungen würden erst bei Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung ausgeschrieben, teilt Sulser weiter mit.