Arlesheim
Asylheimdebatte erfolgte erst zu später Stunde

Nur wenig neue Details zur geplanten Unterbringung von Asylsuchenden in der Arlesheimer Zivilschutzanlage an der Gemeindeversammlung.

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Auch Familien ziehen hier ein: neue temporäre Asyl-Unterkunft in Arlesheim. Benjamin Wieland

Auch Familien ziehen hier ein: neue temporäre Asyl-Unterkunft in Arlesheim. Benjamin Wieland

Benjamin Wieland

Als Gemeindepräsident Karl-Heinz Zeller an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend auf die temporäre Unterbringung von Asylsuchenden in der Zivilschutzanlage unter dem Feuerwehrmagazin an der General-Guisan-Strasse zu sprechen kam, war schon zwei Minuten vor elf. Mindestens ein Drittel der Bürger an der Gemeindeversammlung hatte sich bereits verabschiedet, gut über 100 Arlesheimer harrten noch aus.

Der Gemeinderat hatte am Vortag bekannt gegeben, dass er besagte Zivilschutzanlage dem Bund für ein halbes Jahr zur Verfügung stellt, dessen Empfangs- und Verfahrenszentren zurzeit komplett ausgelastet sind, weshalb das Staatssekretariat für Migration (SEM) händeringend nach zusätzlichen Plätzen bei Dutzenden Gemeinden sucht. Arlesheim bot Hand. Das Angebot des Gemeinderats gilt nicht nur für dieses Jahr, auch 2016 soll das SEM im Sommerhalbjahr im Bedarfsfall auf die Anlage in Arlesheim zurückgreifen können.

Wer bereits aus der Zeitung von diesem Entscheid gelesen hatte, erfuhr aber kaum Neues. Zeller verwies auf eine Informationsveranstaltung vom Donnerstag. «Da sind dann alle Experten da und Sie können all ihre Fragen stellen.» Zum Fragenstellen waren die meisten wohl zu müde und spätestens nach vier weiteren Themen und vier Anfragen aus der Bevölkerung waren die meisten des Fragenstellens um 23.40 Uhr schliesslich auch überdrüssig.

Es wäre aber naiv zu glauben, dass der Entscheid des Gemeinderats keine Fragen aufwirft. Die Informationsveranstaltung von gestern Abend dürfte in dieser Hinsicht aufschlussreicher gewesen sein (Bericht folgt). (lha)

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