Verkehr
Auch Baselland reicht Standesinitiative gegen Gigaliner ein

Die Ablehnungsfront gegen Gigaliner ist um einen Kanton breiter geworden: Am Donnerstag hat auch der Landrat des Kantons Baselland beschlossen, beim Bund eine Standesinitiative gegen die Zulassung der 60-Tonnen-Lastwagen einzureichen.

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Gigaliner sind in der Schweiz nicht erwünscht (Archiv)

Gigaliner sind in der Schweiz nicht erwünscht (Archiv)

Keystone

Das Baselbieter Kantonsparlament hiess die Standesinitiative - bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen aus der SVP - fast einstimmig gut. Baselland fordert damit vom Bund, Gigaliner «in der Schweiz unter keinen Umständen zuzulassen». Der Bund solle die heutige Maximallänge für die Fahrzeuge gesetzlich festschreiben.

Die Zulassung wäre nicht zu verantworten, würde das Ziel der Verlagerung des Güterverkehrs gefährden und umfangreiche Infrastrukturanpassungen nötig machen, hiess es in der Debatte. Die SP, die die Initiative mit einem Vorstoss ausgelöst hatte, mahnte, dass in der EU noch nichts entschieden und das Nein der Schweiz daher wichtig sei.

Nicht durchsetzen konnte sich die SP damit, auch die maximale Höhe und Breite der Fahrzeuge festzulegen. Dies sei schon in einem Abkommen mit der EU geregelt, befand die Ratsmehrheit. Mit einer Standesinitiative Druck gegen die Mega-Trucks gemacht haben bereits etliche andere Kantone, darunter Solothurn, Freiburg, Aargau, Nidwalden, Uri oder Luzern.