Rechtsabbiegen bei Rot
Basel-Stadt sagt ja, Baselland vielleicht, Solothurn eher nein

Eine der neuen, vom Bundesrat beschlossenen Verkehrsregeln sieht vor, dass Velofahrer ab 2021 an Ampeln bei Rot rechts abbiegen dürfen, sofern dies entsprechend mit einem quadratischen Blech mit abgebildetem Velopiktogramm samt Richtungspfeil signalisiert ist. Wie stehts nun in der Nordwestschweiz mit der Umsetzung dieser neuen Möglichkeit? Die Antwort lautet: Die Lage ist ähnlich wie bei Corona, jeder macht’s ein bisschen anders.

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Sieht man als Velofahrerin oder Velofahrer dieses Schild, darf man auch bei Rot rechts abbiegen.

Sieht man als Velofahrerin oder Velofahrer dieses Schild, darf man auch bei Rot rechts abbiegen.

BFU

Im Kanton Basel-Stadt, der in den Jahren 2013 bis 2016 schweizweit mit Pilotversuchen voranging, ist das Rechtsabbiegen bei Rot für Velofahrer bei diversen Kreuzungen möglich. Die Kantone Baselland und Solothurn sind im Prüfmodus. So hat die Baselbieter Regierung Anfang dieses Monats einen Vorstoss von Jan Kirchmayr (SP) so beantwortet: «Der Kanton Baselland kommt zum Schluss, dass die Einführung des Signals für das Rechtsabbiegen bei Rot nur in wenigen Einzelfällen in Frage kommt.»

Konkret listet die Regierung acht mögliche Kreuzungen in Oberwil, Münchenstein, Muttenz, Birsfelden und Liestal auf. Dort würde das weitere Vorgehen nun vertieft geprüft.

Der Kanton Solothurn ist noch zurückhaltender. Konkret ändere sich 2021 nichts, heisst es beim Amt für Verkehr und Tiefbau auf Anfrage. «Ob wir das irgendwo umsetzen, ist noch offen.» Ein Grundsatzentscheid sei noch nicht gefällt, sagt Sascha Attia, Leiter Langsamverkehr.