Sozialhilfe
Baselbieter Gemeinden unterstützen 4562 Sozialhilfeempfänger

Die Zahl der Sozialhilfeempfänger hat im Baselbiet nach 2009 auch 2010 wieder zugenommen: Am Stichtag zum Jahresende unterstützen die Gemeinden 4562 Personen. Das sind 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Elf Gemeinden haben keine Sozialfälle.

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Plakat zur Austellung zum Thema Sozialhilfe im Jahr 2010

Plakat zur Austellung zum Thema Sozialhilfe im Jahr 2010

Keystone

Trotz dieser Zunahmen sprechen die Baselbieter Behörden in einer Mitteilung vom Dienstag von einer «stabilen Situation». Ursache für das Plus sei einzig der Flüchtlingsbereich. Dadurch sei der Anteil der Ausländer an den Sozialhilfefällen von 46,5 auf 48,8 Prozent angestiegen.

Der Bruttoaufwand der Gemeinden für Sozialhilfeleistungen stieg letztes Jahr um 8 Prozent auf 82 Mio. Franken. Davon floss jedoch rund die Hälfte in Form von Rückerstattungen in die Gemeindekassen zurück, so dass diesen ein Nettoaufwand von 41 Mio. Fr. verblieb. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent.

Elf Gemeinden ohne Sozialfälle

Die Sozialhilfe belastet die Baselbieter Gemeinden unterschiedlich. Elf Kommunen hatten per Ende 2010 gar keinen Sozialfall, den sie betreuen mussten. 36 der 86 Gemeinden unterstützen maximal je zehn Personen.

Am meisten Sozialhilfeempfänger wurden 2010 in Pratteln, Liestal, Allschwil und Münchenstein unterstützt. Diese Gemeinden brachten es bei den Empfängerinnen und Empfängern zusammen auf einen Anteil von 36 Prozent. Der Kanton unterstützt die 15 am meisten durch die Sozialhilfe belasteten Gemeinden dieses Jahr mit 8,1 Mio. Fr. aus dem Finanzausgleich.