Interview
Baselbieter Grüne: Ehemalige Fraktionschefin kritisiert Parteispitze

Die Baselbieter Grünen sind im Tief: Nach verschiedenen Abgängen gibt es nun Kritik von der ehemaligen Fraktionspräsidentin Madelein Göschke. Vor allem die parteiinterne Dominaz von Fraktionschef Klaus Kirchmayr gibt zu reden.

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Die ehemalige Fraktionschefin Madeleine Göschke spart nicht an Kritik an ihrer Partei. (Archiv)

Die ehemalige Fraktionschefin Madeleine Göschke spart nicht an Kritik an ihrer Partei. (Archiv)

Juri Junkov

Die Baselbieter Grünen stecken nach diversen prominenten Abgängen in der Krise. Für die ehemalige Fraktionspräsidentin Madeleine Göschke haben sich die Probleme schon länger abgezeichnet. «Wir mussten damit rechnen, dass wir irgendwann vor einer Identitätsfrage stehen», sagt sie im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

Die einstige «Ein-Themen-Partei» habe versäumt, sich breiter aufzustellen. Es komme dazu, dass in der heutigen Partei die Verantwortung auf zu wenigen Schultern verteilt sei.

Göschke spricht damit unter anderem die Dominanz des Fraktionschefs Klaus Kirchmayr an. Dieser gerät auch in der eigenen Partei zunehmend in den Fokus. Viele können mit Kirchmayrs parteiinterner Dominanz nicht umgehen. Kirchmayr hat fast in sämtlichen Themenbereichen das letzte Wort, heisst es.