Gesundheitswesen
Baselbieter Regierung will Spitäler verselbständigen

Die drei Baselbieter Kantonsspitäler Bruderholz, Liestal und Laufen sowie die Kantonalen Psychiatrischen Dienste sollen verselbständigt werden. Der Regierungsrat beabsichtigt dazu, im Januar 2011 eine Vernehmlassung zu starten.

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Bruderholzspital

Bruderholzspital

Der Regierungsrat prüft, die drei Kantonsspitäler Bruderholz, Liestal und Laufen sowie die Kantonalen Psychiatrischen Dienste (KPD) per 1. Januar 2012 aus der kantonalen Verwaltung auszugliedern und zu verselbständigen. Im Vordergrund stehen zwei öffentlich-rechtliche Anstalten für die drei Akutspitäler und die KPD. Ferner prüft die Regierung, die Spitalinfrastruktur in eine weitere Gesellschaft auszulagern.

Auftrag des Landrates

Der Regierungsrat will im Januar 2011 eine Landratsvorlage in die Vernehmlassung schicken. Er entspricht damit einem Beschluss des Landrates vom Oktober 2010, eine separate Vorlage für die Verselbständigung der Spitäler und der Kantonalen Psychiatrischen Dienste als öffentlich-rechtliche Anstalten zu unterbreiten.

Ein Zusammenschluss von mehreren Spitälern ist erst dann erfolgreich, wenn sich die komplexen Abläufe eines Spitals im Kerngeschäft (ärztliche Behandlung, Pflege, Therapien) sowie im administrativen und betrieblichen Bereich (Patientenadministration, Einkauf, Fakturierung) integrieren lassen. Um den Integrationsprozess bestmöglich zu strukturieren und zu begleiten, ist die Fusion in drei Schritten vorgesehen.

Leitender Direktor als Projektleiter

In einer ersten Phase ab sofort werden die organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen zur Gründung der drei Anstalten erarbeitet. Mit den Vorbereitungsarbeiten für die Öffentlich-rechtliche Anstalt der Akutspitäler hat die Regierung den Direktor des Kantonsspitals Liestal, Heinz Schneider, zum Leitenden Direktor ernannt. Die Vorbereitungen für die öffentlich-rechtliche Anstalt der KPD obliegen KPD-Direktor Hans-Peter Ulmann.