Liestal
Basellandschaftliche Kantonalbank steigert Halbjahresgewinn

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im ersten Halbjahr 2010 ihren Reingewinn trotz rückläufigem Betriebsertrag steigern können: Unter dem Strich blieben Ende Juni 47,6 Mio. Fr. in der Kasse der BLKB, 2,3 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

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Sitz der Basellandschaftlichen Kantonalbank

Sitz der Basellandschaftlichen Kantonalbank

Kenneth Nars

Der Betriebsertrag sank dagegen um 1,1 Prozent auf 179,7 Mio. Fr., wie die BLKB am Donnerstag mitteilte. Zulegen konnte die Bank nur im Zinsengeschaft, ihrem wichtigsten Standbein. Dort stieg der Erfolg um 1,3 Prozent auf 137,1 Mio. Fr. an.

Bei den Hypotheken verbuchte die BLKB einen Zuwachs von 2,5 Prozent auf 14 Mrd. Franken. Die übrigen Kundenforderungen nahmen um 6,5 Prozent auf 1 Mrd. Fr. zu. Auf der Passivseite verbuchte die BLKB bei den Spargeldern ein Plus von 2,3 Prozent auf 8,3 Mrd. Fr., während die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden um 5,4 Prozent auf 3,9 Mrd. Fr. anstiegen.

Weniger verdient hat die BLKB dagegen in ihren beiden weiteren Geschäftsbereichen: Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank der Erfolg wegen der schwachen Börse um 4,8 Prozent auf 33,7 Mio. Franken. Im Handelsgeschäfts ging der Erfolg gar um 20,1 Prozent auf 6,2 Mio. Fr. zurück.

Vorsichtiger Ausblick

Dass der Bruttogewinn trotz tieferem Betriebsertrag um 6,6 Prozent auf gut 100 Mio. Fr. gesteigert werden konnte, begründet die BLKB mit Kostendisziplin. So wurde der Geschäftsaufwand um 9,3 Prozent gesenkt. Im Gegensatz zur Vorjahresperiode fielen keine Kosten mehr für die inzwischen abgeschlossene IT-Migration an.

Für das zweite Halbjahr gibt sich die BLKB angesichts des «sehr schwierigen Umfelds» vorsichtig. Dank ihrer «umsichtigen Kosten- und Risikopolitik» und den weiterhin fairen Immobilienpreisen in der Nordwestschweiz geht die Bank jedoch von einer guten Entwicklung aus. Dank ihrer Staatsgarantie wurde die BLKB von Standard & Poor's erneut mit dem Rating «AAA» bewertet.