Basler Claraspital
Wechsel an der Spitze des Claraspitals: Peter Eichenberger gibt Chef-Posten ab

Nach dannzumal fast 18 Jahren tritt Peter Eichenberger per 1. Januar 2023 als Direktor des grössten Basler Privatspitals ab. Der langjährige Chef bleibt aber seinem Arbeitgeber erhalten. Das Claraspital möchte eine junge Führungskraft aufbauen, Eichenberger könnte der neuen Direktorin oder dem neuen Direktor als Coach zur Seite stehen.

Hans-Martin Jermann
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Bleibt seinem Arbeitgeber treu: Claraspital-Direktor Peter Eichenberger.

Bleibt seinem Arbeitgeber treu: Claraspital-Direktor Peter Eichenberger.

Juri Junkov

An der Spitze des Claraspitals kommt es in absehbarer Zeit zu einem Wechsel: Peter Eichenberger wird auf den 1. Januar 2023 nach dannzumal fast 18 Jahren als Direktor die operative Führung an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger abgeben. Dies gab das Claraspital am Donnerstagmorgen bekannt.

Gesucht ist eine eher jüngere Person von ausserhalb des Spitals

Der 55-jährige Eichenberger wird das Spital aber nicht verlassen, sondern künftig als Delegierter des Verwaltungsrates tätig sein. In dieser neuen Funktion wird Eichenberger Vorgesetzter des künftigen operativen Spitaldirektors oder der künftigen Direktorin. «Wir können uns gut vorstellen, dass dies jemand sein wird, der oder die über noch nicht so viel Führungserfahrung verfügt und sich unter dem Coaching Eichenbergers weiterentwickeln kann», erklärt Verwaltungsratspräsident Raymond Cron auf Anfrage. Den neuen Direktor, die neue Direktorin werde man vermutlich ausserhalb des Spitals suchen, diese Person werde nach Möglichkeit jüngeren Alters sein, fügt Cron an.

Das vorliegende Konzept für die künftige Führung ist das Ergebnis eines längeren Prozesses zwischen Direktor Eichenberger, Präsident Cron und dem Verwaltungsrat. Es sei Peter Eichenbergers Wunsch gewesen, weiterhin für das Spital in führender Position tätig zu sein, er sollte aber vom operativen Tagesgeschäft entlastet werden, erläutert Cron.

Eine der wichtigsten Stimmen im regionalen Gesundheitswesen

Als Direktor des grössten Basler Privatspitals und Präsident der Vereinigung Nordwestschweizerischer Spitäler ist Eichenberger eine der wichtigsten Stimmen im regionalen Gesundheitswesen. Vor seiner Zeit als Spitaldirektor war der promovierte Ökonom Geschäftsführer der Spitex Basel und in leitender Stellung im Basler Bau- und Verkehrsdepartement tätig. Zudem politisierte Eichenberger von 2000 bis 2005 für die CVP im Basler Grossen Rat, davon zeitweise als Fraktionspräsident.

Abgesehen vom neuen Konzept für die operative Führung stehen am Claraspital derzeit keine weiteren Wechsel an. Die Zusammensetzung des Verwaltungsrats sei nach dessen Erweiterung stabil, sagt Cron. Träger des 1928 gegründeten Claraspitals ist das Kloster Ingenbohl. Im Verwaltungsrat sind denn auch zwei Klosterschwestern vertreten, daneben regionale Prominenz wie Uniratspräsident Beat Oberlin, Basel-Tourismus-Chef Daniel Egloff oder FDP-Landrat Balz Stückelberger.

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