Déjà-vu
Bauschutt-Sünder haben wieder zugeschlagen – dieses Mal in Arboldswil

Wieder ist in der Nordwestschweiz illegal entsorgtes Abbruchmaterial aufgetaucht. Und wieder sind Stücke einer Tapete zum Vorschein gekommen, deren Muster der Polizei bekannt vorkommt.

Benjamin Wieland
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Der illegal deponierte Baumüll in Sissach bedroht seltene Tierarten wie den «Glögglifrosch» in ihrem Lebensraum.
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Diese Bilder des illegal deponierten Bauschutts veröffentlichte die Bürgergemeinde Sissach und setzte eine Belohnung von 500 Franken aus.
Diese Bilder des illegal deponierten Bauschutts veröffentlichte die Bürgergemeinde Sissach und setzte eine Belohnung von 500 Franken aus.
Diese Bilder des illegal deponierten Bauschutts veröffentlichte die Bürgergemeinde Sissach und setzte eine Belohnung von 500 Franken aus.
Diese Bilder des illegal deponierten Bauschutts veröffentlichte die Bürgergemeinde Sissach und setzte eine Belohnung von 500 Franken aus.
In Kaisten fand die Polizei fast acht Kubikmeter Steine, Schutt, Fliesen, Kaminteile und sogar ein altes WC-Becken mit Spülkasten.
Bauschutt-Sünder
Diese Bilder des illegal deponierten Bauschutts veröffentlichte die Bürgergemeinde Sissach und setzte eine Belohnung von 500 Franken aus.
Die Polizei sucht Zeugen und erhofft sich, dass jemand dieses Muster kennt (Kaisten).
Wer einen Hinweis hat, kann sich bei der Gemeinde oder direkt bei der Baselbieter Polizei melden (Arboldswil).

Der illegal deponierte Baumüll in Sissach bedroht seltene Tierarten wie den «Glögglifrosch» in ihrem Lebensraum.

Kenneth Nars

Es muss sich um Serientäter der speziellen Sorte handeln. Vergangene Woche wurden vier bis fünf Kubikmeter Bauschutt in Sissach in einem Weiher abgeladen, der in einem Naturschutzgebiet liegt. Am Dienstag berichtete die Regionalpolizei Oberes Fricktal, dass im Gebiet Hardwald in Kaisten ein riesiger Berg Bauschutt in den Wald gekippt worden war. Auch in Wintersingen tauchte illegal entsorgter Müll auf.

Und nun Arboldswil. Dort liegt ein Haufen Müll, wie er bei Abbrüchen von Häusern entsteht, auf dem «Marcel Wunderlin Weg».

Die Baselbieter Polizei vermutet, dass es sich in allen vier Fällen um dasselbe Material handelt. Darauf lassen Tapetenstücke schliessen, die bereits in Sissach, Kaisten und Wintersingen aufgetaucht sind. Auf ihnen ist ein auffälliges Muster zu erkennen: blumenartige Formen in Grün-, Blau- und Brauntönen auf weissem Grund.

Die beiden Tapetenmuster aus Sissach (l.) und Kaisten (r.) sind identisch

Die beiden Tapetenmuster aus Sissach (l.) und Kaisten (r.) sind identisch

zvg

Laut Polizeiangaben könnte das in Arboldswil gefundene Material schon länger dort liegen. Es wurde demnach zwischen Samstag, 15. Juli, und Dienstag, 25. Juli, abgeladen. Die Polizei Basel-Landschaft ruft Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, dazu auf, sich bei ihr zu melden.

Belohnung ausgesetzt

Die Bürgergemeinde Sissach hat eine Belohnung in der Höhe von 500 Franken ausgesetzt für Hinweise, die zur Ermittlung der Täterschaft führen. Sie schreibt, sie habe als Eigentümerin des betroffenen Waldstücks, in dem sich das Biotop Cholholz befindet, auch Anzeige erstattet.