Nationalratswahlen
Bei Baselbieter Genossen gibts ein Gerangel um Listenplätze

Mindestens acht profilierte Köpfe wollen auf das Siebnerticket der SP für die Wahlen vom 18. Oktober. Die Ausmarchung am kommenden Samstag verspricht Spannung.

Hans-Martin Jermann
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Wen wird die Baselbieter SP auf ihr Siebnertickte für die Nationalratswahlen nehmen? (Nationalratssaal in Bern)

Wen wird die Baselbieter SP auf ihr Siebnertickte für die Nationalratswahlen nehmen? (Nationalratssaal in Bern)

Keystone

Bei der Baselbieter SP bewerben sich acht Kandidierende für die sieben Listenplätze der Nationalratswahlen vom 18. Oktober. Gemäss "Volksstimme" stellen sich neben den beiden bisherigen Nationalräten Susanne Leutenegger Oberholzer und Eric Nussbaumer folgende sechs Politiker zur Wahl: die Landräte Miriam Locher, Kathrin Schweizer, Martin Rüegg und Christoph Hänggi, der Gewerkschafter Daniel Münger sowie die ehemalige Juso-Co-Präsidentin Samira Marti.

Wer muss über die Klinge springen?

Nominieren werden die Baselbieter Genossen an ihrer Delegiertenversammlung am kommenden Samstag in Liestal. Zumindest theoretisch können sich dann auch spontan noch weitere Interessierte melden; die Chance, es dann aufs Siebnerticket zu schaffen, ist allerdings gering. Es wird auf jeden Fall spannend: Wer angesichts dieser Konstellation über die Klinge springen muss, ist offen.

Sämtliche sechs Neuantretende neben den beiden Bisherigen haben mindestens einen Trumpf im Ärmel: Kathrin Schweizer etwa ist Fraktionschefin im Landrat (und aktuell Gemeinderatskandidatin in Muttenz), Martin Rüegg ehemaliger Parteipräsident, Christoph Hänggi gehört als Vizepräsident der aktuellen Parteileitung an.

Die 33-jährige Landrätin Miriam Locher ist womöglich der unbekannteste Namen der acht Interessierten. Sie vertritt aber die sonst in der SP kaum präsente Generation der 30- bis 40-Jährigen und ist als Bildungspolitikerin auf dem aufsteigenden Ast.

Kaum vorbei kommen dürften die Genossen bei der Nomination zudem an der 21-jährigen Studentin Samira Marti - sie wäre die einzige Vertreterin der wirklich Jungen auf der Nationalratsliste.

Wie schliesslich Daniel Münger an der Versammlung abschneiden wird, ist offen: Ihm haftet nach der gescheiterten Regierungskandidatur vom 8. Februar etwas das Verlierer-Image an, er zählt aber als langjähriger Fraktionschef im Landrat und Syndicom-Gewerkschafter noch immer zu den profiliertesten Kräften in der Baselbieter SP. Bei den Nationalratswahlen 2011 war Münger zudem erster Nachrückender hinter Leutenegger Oberholzer und Nussbaumer.