Frenkendorf
«Bend it like Beckham» in Frenkendorf: Mädchen kicken wie Profis

Wenn Mädchen in Fussballschuhen, Stulpen und Schienbeinschonern im Klassenzimmer sitzen, kann doch etwas nicht stimmen. Nicht so während dieser Woche an der Sekundarschule Frenkendorf.

Tobias Gfeller
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Knapp 30 Mädchen trainieren zweimal täglich und erfahren Wissenswertes über Fussballregeln und Taktik. Tobias Gfeller

Knapp 30 Mädchen trainieren zweimal täglich und erfahren Wissenswertes über Fussballregeln und Taktik. Tobias Gfeller

Knapp 30 Mädchen meldeten sich für den Kurs «Fussball für Mädchen» an und «trainierten zweimal täglich wie die Profis», wie es in der Kursausschreibung formuliert war. Daneben tauchten sie in die Geschichte des Fussballs ein und erfuhren Wissenswertes über Fussballregeln und Taktik.

Der Fussballkurs für Mädchen war einer von 27, zwischen denen die 450 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Frenkendorf für die Spezialwoche wählen konnten. Die angebotenen Kurse richteten sich an ein breites Publikum – von sportlichen Aktivitäten über drei spezielle Lager in der Schweiz bis hin zu künstlerischem Gestalten aller Art.

Impressionen von der Kurswoche der Sek Frenkendorf
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Impressionen von der Kurswoche der Sek Frenkendorf
Impressionen von der Kurswoche der Sek Frenkendorf
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Impressionen von der Kurswoche der Sek Frenkendorf
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Impressionen von der Kurswoche der Sek Frenkendorf

Impressionen von der Kurswoche der Sek Frenkendorf

bz Basellandschaftliche Zeitung

Die Kinder konnten ihre Prioritäten angeben. Doch nicht alle wurden in Kurse eingeteilt, die für sie auf der Prioritätenliste zuoberst standen. «Für einige standen nicht die Thematiken im Mittelpunkt, sondern das Zusammensein mit den engsten Kollegen», erklärt Philipp Hossli, Organisator der Kurswoche. Für diese sei es dann schwierig gewesen, sich an das neue, ungewohnte Umfeld zu gewöhnen. «Auch aus diesem Aspekt ist die Kurswoche so wertvoll.

Die Kinder kommen für einmal mit anderen in Kontakt.» Während der Kurswoche fielen die Grenzen der unterschiedlichen Niveaus der Sekundarschule. Auch das Alter spielte bei den meisten Kursen keine Rolle.

Motivierte Schüler und Lehrer

Die Frenkendörfer Kurswoche hat Tradition. Sie findet alle vier Jahre statt, damit jede und jeder einmal dabei sein kann. Nicht nur bei den Kindern, die für einmal eine ganze Schulwoche nach ihrem Gusto erleben konnten, war die Motivation sehr gross. Auch die Lehrkräfte genossen die Woche: «Während der Kurswoche ist die Atmosphäre lockerer. Man kann für einmal nicht nach vorgegebenem Stundenplan arbeiten», freut sich Simone Häner alle vier Jahre. Mit ihrer jüngeren Kollegin Vera Studer bot sie den Kurs «Duftwelten» an.

Sie stellten Labello-Lippenstifte, Handcremes und Seifen her. Als Höhepunkt besuchten sie gestern die Kosmetikfabrik der Migros. Der Mehraufwand, den die Kurswoche für die Lehrkräfte mit sich bringt, lohne sich, findet Studer. «Man erlebt die Schülerinnen viel persönlicher. Mit der neuen Zusammensetzung der Klasse lernt man zusätzlich neue Kinder kennen.» Es sei erfreuend zu sehen, wie engagiert die Kinder zu Werke gehen.

Kochen wie die Engländer

Dies beweisen auch Kevin Thommen und Marc Zeugin. Während sie Auskunft geben, schwingen sie gekonnt die Kochlöffel. In dem Pfannen kochen gerade Bohnen und brutzeln Würstchen. Die Kinder durchlebten eine kulinarische Europareise, die immer wieder mit Geschichte, Geografie und Musik gewürzt wurde. Jeden Tag kochten sie einem Land entsprechende Menüs. Von Österreich über England bis nach Griechenland war für alle Geschmäcker etwas dabei: «Aufgrund der selbst gemachten Teigwaren gefiel mir bis anhin Italien am besten», resümierte Marc.

Für Kevin war die Kurswoche eine angenehme Abwechslung zum Schulalltag. Der Duft seiner Chipolata-Würstchen und des Specks breiteten sich rasch in der Küche aus. Zusammen mit dem goldbraun gebackenen Toast ergab dies einen typisch englischen Brunch.