BLT
Bereits Ende 2014 hat das Hintere Leimental einen Siebeneinhalb-Minuten-Takt

Für den Doppelspurausbau Ettingen–Flüh sind keine Enteignungen nötig. Die Bewohner der betroffenen Gemeinden begrüssen den Ausbau. Bis zum Fahrplanwechsel Ende 2014 soll die Strecke fertig sein.

Michel Ecklin
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Mit dem Einspurbetrieb zwischen Ettingen und Flüh ist ab 2014 Schluss. (Archiv)

Mit dem Einspurbetrieb zwischen Ettingen und Flüh ist ab 2014 Schluss. (Archiv)

Martin Töngi

Bei Doppelspurausbauten der Linie 10 ist es nicht immer einfach, das zusätzliche Land entlang der Strecke zu erwerben. So stellten sich im Gebiet Stollenrain in Arlesheim oder auch in Binningen Anwohner mit Einsprachen quer. Doch beim Doppelspurausbau zwischen Ettingen und Flüh stossen Kanton und Baselland Transport (BLT) nicht auf Widerstand.

«Wir hatten keine grösseren Probleme mit den Anwohnern und konnten mit allen Landbesitzern Vereinbarungen treffen», sagt Patrick Bärenfaller, Projektleiter seitens des Baselbieter Tiefbauamts. Zu Enteignungen sei es «zum Glück» nicht gekommen. Und nach einer Informationsveranstaltung für die Bevölkerung letzten Donnerstag sagt Projektleiter Reto Rotzler, Leiter Infrastruktur bei der BLT: «Es ist eine Freude, wie die Leute in den betroffenen Gemeinden bei diesem Projekt mitmachen.» Bärenfaller erklärt sich das damit, dass die Strecke durch ländlichen Raum führt, wo mehr Platz ist und deshalb weniger Konflikte entstehen.

Sperrung im Sommer 2014

Ausgebaut werden nur zwei Abschnitte zwischen Ettingen und Sonnenrain (1,5 Kilometer) und zwischen Witterswil bis kurz vor Bättwil (ein Kilometer). Die Streckenabschnitte, die einspurig bleiben, wurden bereits 2011 saniert.

Mit der Doppelspur wird die Umstellung vom heutigen Viertelstunden- auf Siebeneinhalb-Minuten-Takt zu den Stosszeiten morgens und abends möglich. Zudem wird das Trassee optimiert, damit Tangos die Strecke durchgehend mit 50 Stundenkilometern durchfahren können. Die Vorbereitungsarbeiten beginnen im kommenden Juni rechts und links der Strecke. Dann werden zum Beispiel alle Stützmauern erstellt.

Erst im Sommer 2014 erfolgt der eigentliche Doppelspurausbau. Erneuert wird dann alles, vom Gleisunterbau über den Schotter und den Schienen bis zur Stromleitung. Dafür muss ein Zeitfenster von exakt drei Monaten reichen, denn vom 1. Juni bis zum 31. August 2014 ist der Trambetrieb unterbrochen (Busersatz).

Vermutlich termingerecht

«Jeder Tag ist genau geplant», sagt Bärenfaller. Gearbeitet wird dann im Doppelschichtbetrieb. Die Umstellung auf Siebeneinhalb-Minuten-Takt soll mit der Fahrplanumstellung Ende 2014 erfolgen. Sowohl Rotzler als auch Bärenfaller zeigen sich optimistisch, dass dieser Termin eingehalten werden kann.