Roger Federer
Biel schafft, was das Baselbiet nicht will

Roger Federer bekommt seine eigene Strasse. Nein, nicht im Baselbiet – seinem Heimatkanton – sondern in Biel wird eine Strasse nach ihm benannt. Schade hat das Baselbiet diese Chance bisher verpasst.

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Roger-Federer-Allee

Roger-Federer-Allee

Keystone

In Biel wird demnächst die Strasse, wo sich der Verband Swiss Tennis befindet, in «Roger-Federer-Allee» umbenannt. Das ist keine Weltneuheit: Auch im deutschen Halle, wo King Roger acht Mal siegte, gibt es eine «Roger Federer Allee».

Doch in der Schweiz hält man sich strikt an die Regel: Niemand ist Prophet im eigenen Land. Das gilt auch fürs Baselbiet, wo der Champion aufgewachsen ist. Birsfelden, zwei Jahre lang sein Wohnort, hatte vor vier Jahren bemäss Gemeinderat keinen geeigneten Platz, den man nach ihm hätte benennen können. Auch in Münchenstein lehnte man eine Strassenumbenennung ab, und Basel wollte die sanierte St. Jakob-Halle nicht Federer widmen (der zwar nie Stadtbasler war, aber die Halle befindet sich eh auf Landschäftler Boden).

Die Begründung in beiden Fällen: Man benenne Orte prinzipiell nur nach verstorbenen Personen, nicht nach noch lebenden. In Biel ist das ganz offensichtlich kein Hindernis, im Gegenteil. Wie als Beweis dafür, dass er noch lebt, hat Roger Federer für die Einweihung der nach ihm benannten Strasse am 21. April sein Kommen nach Biel angekündigt. (mec)

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