Handball
Binninger Handballer Goepfert: «Möchte nichts überstürzen»

Der Binninger Florian Goepfert traf sich mit der bz Basellandschaftlichen Zeitung zum Interview und gab offenkundig Auskunft über seine Leistung in dieser Saison, über einen allfälligen Auslandtransfer und sein Studium.

Philippe Feller
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Florian Goepfert. Keystone

Florian Goepfert. Keystone

Florian Goepfert, Gratulation zum Titel. Wie sind Sie mit der abgelaufenen Saison zufrieden?

Florian Goepfert: Wir hatten eine Supersaison. Unsere Ziele waren, den nationalen Titel zu holen und uns in der Champions League zu behaupten. Die Schweizer Meisterschaft haben wir erfolgreich verteidigt und auch in Europa konnten wir überzeugen. Wir kamen in die Achtelfinals und scheiterten nur ganz knapp an Atlético Madrid. Einziger Wermutstropfen war die Niederlage im Cup-Final gegen Wacker Thun.

Und mit der eigenen Leistung in dieser Saison?

Man sagt ja, es ist schwieriger, eine gute Leistung zu bestätigen und genau dies wollte ich in dieser Saison tun. Nach meiner tollen letzten Saison wollte ich den nächsten Schritt machen. Leider verletzte ich mich in der Vorbereitung. Ich kämpfte und kam wieder gut an die Mannschaft heran. Leider verletzte ich mich erneut. Somit war es schwierig, die gewünschte Spielzeit zu bekommen.

Vertraglich sind Sie noch bis 2014 an die Kadetten Schaffhausen gebunden. Folgt dann ein Auslandstransfer?

Das ist der Traum eines jeden Sportlers. Aber ich möchte auch nichts überstürzen. Ich habe jetzt noch zwei Jahre Vertrag und die will ich möglichst optimal nutzen, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Zuerst muss ich meine Position zurückerobern und diese dann auch behaupten.

In welcher Liga würde Sie besonders gerne spielen?

Die Deutsche Liga ist eine der stärksten Ligen mit vielen guten Mannschaften. THW Kiel, HSV Hamburg, SC Magdeburg oder die Füchse Berlin. Aber auch die Dänische mit dem AG Kopenhagen und die Französische mit Chambéry sind stark. Aber am liebsten würde ich für THW Kiel oder den FC Barcelona spielen, das sind super Teams.

Neben dem Handball studieren Sie noch. Wie lässt sich der Leistungssport mit dem Studium unter einen Hut bringen, ohne das eine zu vernachlässigen?

Es ist nicht möglich, beidem gleichermassen gerecht zu werden. Zurzeit liegt mein Fokus ganz auf dem Handball, denn ich will mich weiter entwickeln. Das Studium kommt somit etwas zu kurz. Ich besuche kaum noch die Vorlesungen und versuche, dies alles mit einem Fernstudium zu managen. Was nicht einfach ist. Die Prüfungen in diesem Sommer werde ich schreiben und hoffe, das es klappt.

Wie hoch schätzen Sie die Chancen ein, sich mit der Schweizer Nationalmannschaft für die EM zu qualifizieren?

Zunächst müssen wir die Vorqualifikation schaffen. Dies wird schon schwierig genug. Wir müssen in Italien gegen England, Griechenland und Gastgeber Italien antreten. Das sind keine schlechten Teams. Auf dem Papier sind wir klar die beste Mannschaft dieser Gruppe, aber im Sport kann man nie wissen. Deshalb müssen wir uns voll reinhängen, um eine Runde weiter zu kommen.

Erschwert wird das Ganze noch mit diversen Absenzen, die Ihr Team zu beklagen hat.

Das stimmt. Leider haben wir einige Verletzte, die uns nicht helfen können. Zudem fallen die Prüfungen der Unis genau in diese Zeit. Viele junge Spieler können deshalb die Reise nach Italien nicht mit antreten.