Nuglar-St. Pantaleon
Brauerei sollte «schönste Schaubrauerei der Region» werden

In der Bierbrauerei in Nuglar-St.Pantaleon hat es am Samstagabend gebrannt. Verletzt wurde niemand. Der Wirt und Brauer Marin Klotz steht immer noch unter Schock.

Daniel Haller
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Der Brand beschädigte das Sudwerk und der Rauch das Gebäude.

Der Brand beschädigte das Sudwerk und der Rauch das Gebäude.

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«Ich stehe noch unter Schock», fasste Wirt und Brauer Marin Klotz seinen Gemütszustand zusammen. Am Samstagabend hatte er um 22.30 Uhr gerade sein Restaurant «Alte Brennerei» geschlossen und wollte noch einen Brautest machen. Da geriet die Isolation des Sudwerks in Brand.

Die ausgerückte Feuerwehr Nuglar-St. Pantaleon hatte den Brand zwar rasch unter Kontrolle und Personen wurden keine verletzt. Die Kantonspolizei Solothurn spricht aber von einem Schaden von mehreren 10'000 Franken. Klotz ist froh, dass das Restaurant nicht so stark betroffen ist, dass er den Betrieb einstellen müsste. Bereits gestern war es wieder offen.

Was ihn aber schmerzt: «Ich habe mit viel Aufwand in acht Jahren ein historisches Sudwerk mit einer antiken Kupferbrauhaube aufgebaut.» Dies sollte «die schönste Schaubrauerei der Region und fürs Schwarzbubenland eine touristische Attraktion werden».

Dieser Betriebszweig sei nicht versichert, und er habe unter anderem Pensionskassengelder da reingesteckt. «Ich sehe im Moment keine andere Lösung, als durch Crowdfunding die Gelder für die Reparaturen aufzutreiben.»

Klotz stellt jährlich 200 bis 250 Hektoliter verschiedene Sorten «Schwarzbuebe Bier» her. Davon werden 40 Hektoliter in der «Alten Brennerei» verkauft. Daneben beliefert Klotz Mittelalterfeste. «Für diesen Sommer planten wir eine Marketingoffensive.» Doch nun reiche es nur dafür, bisherige Abnehmer zu beliefern: Einerseits verfüge er noch über eine kleinere Anlage, die er wieder in Betrieb nehmen kann. Andererseits habe er Anrufe von Brauerkollegen bekommen, die Hilfe anbieten, unter anderem von «Ueli Bier», wo er das Handwerk erlernt hat.