Leserwandern: Das war die 5. Etappe
Burg, Bitte! Auf dieser sommerlichen Königswanderung waren Ruinen-Mauern heiss begehrt

Dass kein Wölkchen am Himmel stand, mussten 78 Leserinnen und Leser mit Schwitzen in der Sommerhitze bezahlen. Doch das leichte Leiden wurde belohnt: mit einem unvergleichlichen Ausblick von der Ruine Farnsburg und der Sissacherflue.

Maria Brehmer
Merken
Drucken
Teilen
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, auf der Ruine Farnsburg
25 Bilder
Auf der Ruine Farnsburg Sommer 2018
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, Ausblick von der Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, auf der Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, auf der Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, Start in Hemmiken Junkerschloss
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, auf der Ruine Farnsburg
Leserwandern 2018: 5. Etappe
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh (im Bild), Tobias Eggimann (Basel Tourismus), Saskia Schenker (Landrätin FDP BL), Sara Fritz (Landrätin EVP BL), Elisabeth Augstburger (ehemalige Landrätin und Landratspräsidentin EVP BL) Felix Keller (Landrat CVP BL)
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, auf der Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, enge Wendeltreppe auf der Ruine Farnsburg
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh
Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh

Leserwandern, 5. Etappe Leserwanderung von Hemmiken BL auf die Sissacherfluh, auf der Ruine Farnsburg

Patrik Schneider

Wohin wandert man? Auf Gipfel, zu Aussichtspunkten – und zu Burgruinen. Auch wenn der vergnügte Wanderer immer gerne auch ohne ambitioniertes Ziel durch die nahe und ferne Landschaft streift, so sucht er doch oft ein Plätzchen, zu dem es sich zu laufen lohnt. Und wo er sein Znüni-Brot essen kann.

Im Baselbiet bieten sich die Burgruinen (neben den Aussichtspunkten und den Gipfeln selbstverständlich) als Ausflugsziele besonders gut an. Ganze 33 Burgruinen sind im Kantonsgebiet zu finden, von der Ruine Alt Biederthal im Leimental ganz im Westen des Baselbiets bis zur Ruine Ödenburg in der Nähe von Wenslingen im Osten. Von manchen stehen lediglich noch ein paar Mauern, andere haben trotz Kämpfen und rauer Witterung die letzten Jahrhunderte so überstanden, dass sie heute noch bestiegen und erkundet werden können.

Die Burgen in Brand gesteckt

Welche Bedeutung die mittelalterlichen Burgruinen für die Region haben, weiss Tobias Eggimann, Geschäftsführer von Baselland Tourismus: «Als Teile und sichtbare Überreste der Geschichte des Landes tragen sie zur Identitätsbildung der Umgebung bei.» Die Farnsburg etwa wurde vom 15. bis ins 18. Jahrhundert von der Stadt Basel als Verwaltungsgebäude genutzt, anschliessend von den Landleuten in Brand gesteckt und als Steinbruch genutzt. Dasselbe geschah mit den Burgen Waldenburg und Dornach. «Jede Burg hat eine spezielle Geschichte, die wir heute oft sehr genau kennen», so Eggimann. Das macht Burgen und ihre Ruinen nicht nur als Picknick-Plätze attraktiv, sondern auch zu Attraktionen für Geschichtsinteressierte.

Wanderziel: kühles Getränk

Auf der gestrigen Etappe konnten 78 Leserinnen und Leser all das verbinden. Denn bei der Ruine Farnsburg legten wir nicht nur unseren Znüni-Halt ein, sondern wurden, im Schatten der Mauern, von Eggimann auch über den Bau der Burg im Jahre 1330 bis zur Teilsanierung im Jahre 2013 in Kenntnis gesetzt.

Gemeinsam ging es dann auf einen letzten Anstieg zur Sissacherflue empor. Insgesamt 500 Höhenmeter trieben bei sommerlicher Hitze manch einem Wanderer die Schweissperlen auf die Stirn. Oben angekommen, wurden wir belohnt: nach der Aussicht von einer Burgruine auch noch mit der befriedigenden Ankunft auf einem Gipfel, Aussicht inklusive. Es gab Essen, kühle Getränke und Sonnenschirme. Auch das sind wichtige Wanderziele.

Das war die 5. Etappe

Frühaufsteherin «Zum Glück hatten die Zeitungen heute keine Verspätung», hörte ich eine Wanderin sagen. Und fragte nach: Als Zeitungs-Zustellerin unter anderem für die Tageszeitungen der «Nordwestschweiz» ist Susanne Giger jeden Tag auf zwei Routen in Kappel SO unterwegs. So auch am gestrigen Morgen, ab halb vier Uhr war sie schon auf dein Beinen. Hätte sich die Zustellung etwa wegen Druckverzögerungen verspätet, hätte sie es nicht pünktlich zum Wanderbeginn in Hemmiken BL geschafft.


Vielbeschäftigter Tobias Eggimann war auch an diesem Tag ein gefragter Mann: Der Geschäftsführer von Baselland Tourismus orientierte die Wandergruppe über die jahrhundertealte Geschichte der Ruine Farnsburg, organisierte während des Wanderns per Handy das Mittagessen auf der Sissacherflue und war auch sonst ein gefragter Ansprechpartner. Nach der Rast und einem langen Abstieg nach Sissach gingen die Wanderer in den verdienten Feierabend. Nicht so Eggimann: Er eilte nach Liestal und traf nach einer Dusche die «bz» zum Interview. Thema: Die Perspektiven für den Tourismus im Baselbiet.

Ortskundiger Jahrelang sei er genau diese Linie gefahren, erzählte gestern Erwin Häring, 72, auf der Fahrt zum Starpunkt Hemmiken Junkerschloss. Der routinierte Leserwanderer aus Arboldswil BL war 25 Jahre lang Postauto-Chauffeur, elf davon in Gelterkinden und Umgebung. Die Linien über Hemmiken kenne er aus dem Effeff, auch die Route der 5. Etappe sei ihm bekannt. Umso schöner, schloss er sich unserer Wanderschar dennoch an.


Zielsichere Nach nicht mal einer halben Stunde trafen die Leserwanderer auf eine Herde Kühe. Was tun? Mit zittrigen Knien und ungutem Gefühl mitten durch die Weide und so einige Minuten sparen oder mit reinem Gewissen einen kleinen Umweg in Kauf nehmen? Wanderleiterin Susanne Schlicker musste nicht lange überlegen: «Kein Risiko», lautete die Devise. Die Wanderer-Herde dirigierte Schlicker zielsicher auf die Umleitung.

(haj/mbr)

Weitere Informationen

Mehr Fotos, Videos und Anekdoten finden Sie übrigens auf unserem Leserwandern-Blog.

Auf der kommenden 6. Etappe am Freitag, 20. Juli, laufen wir auf einer Abendwanderung der schönen Aare entlang, von Wangen an der Aare nach Zuchwil nahe Solothurn. Feierabendfreuden wie Wurst und Bier garantiert! Alle Informationen finden Sie hier.