Baselland
Bürgerliche Regierung plant Steuerreform auf Kosten der Armen

Die Baselbeiter Regierung will die Steuerfreigrenze senken, um Ausfälle durch die Steuerreform zu verhindern. Die SP wehrt sich gegen eine stärkere Besteuerung der unteren Einkommensschichten.

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Jeder fünfte Baselbieter ist heute steuerbefreit. (Archiv)

Jeder fünfte Baselbieter ist heute steuerbefreit. (Archiv)

Keystone

Baselland will wieder ein attraktiver Wohnkanton für Gutverdienende werden. Das Ziel einer Einkommens- und Vermögenssteuerreform ist im Regierungsprogramm 2016-2019 festgehalten. Um Steuerausfälle zu vermeiden, will die Regierung die Steuerfreigrenze senken.

Jeder fünfte Baselbieter ist heute steuerbefreit. Finanzdirektor Anton Lauber (CVP) begründet gegenüber der „Schweiz am Sonntag“ die Pläne mit der hohen Steuerlast bei den Gutverdienenden und den starken Steuererleichterungen, die in den vergangenen Jahren der Mittel- und Unterschicht zugutegekommen seien.

Die Baselbieter SP bezeichnet diese Sichtweise als «eigenwillig». SP-Präsident Adil Koller kündet an, man werde die stärkere Besteuerung der Armen mit allen Mitteln bekämpfen.