Binningen/Bottmingen
bz-Stammtisch: «Binningen und Bottmingen sind keine Schlaforte»

Sind Binningen und Bottmingen Schlafgemeinden, wie ihr Image es vermuten lässt? Nein, meinen die Teilnehmer des bz-Stammtisches klar. Beide Gemeinden engagieren sich, den Bewohnern kulturell vieles zu bieten. Nur die Nähe zu Basel ist ein «Problem».

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«Wir sind keine Schlafgemeinde, wir haben ein tolles Angebot hier», sagt Maja Samimi aus Binningen in der Stammtischrunde mit dem aus Bottmingen stammenden Marco Schiliro (l.) und bz-Redaktor Andreas Hirsbrunner.

«Wir sind keine Schlafgemeinde, wir haben ein tolles Angebot hier», sagt Maja Samimi aus Binningen in der Stammtischrunde mit dem aus Bottmingen stammenden Marco Schiliro (l.) und bz-Redaktor Andreas Hirsbrunner.

bob

Wie werden Binningen und Bottmingen ihr Image als Schlafgemeinde los, wollte die bz am Mittwoch am Stammtisch im Bottminger Restaurant Sonne wissen. «Wir sind keine Schlafgemeinde, wir haben ein tolles Angebot hier», stellte Maja Samimi aus Binningen richtig.

Sie selber engagiert sich im Vorstand des Ortsmuseums Binningen, das sich vor allem durch die Ausstellungen seiner Fasnachtslarven- und Stecknadel-Sammlung auszeichne.

Was Samimi etwas zu denken gibt, ist, dass das «reichhaltige» Binninger Kulturangebot in erster Linie von einem Insider-Kreis genutzt wird: «Man sieht immer dieselben Gesichter, wir sind wie eine Familie.» Und sie fügt bei: «Damit mehr Leute an einen Anlass kommen, braucht es einen enormen Aufwand.»

Den Grund dafür sieht sie in der Stadtnähe und der riesigen Konkurrenz durch das dortige Angebot. Samimi beobachtet denn auch, dass Ortsmuseen weiter weg von Basel in der Bevölkerung auf mehr Resonanz stossen als jenes in Binningen.

Sie findet es schade, dass die Leute ihre Wohngemeinde nicht mehr ergründen wollen. Auch der junge Marco Schiliro, der in Bottmingen eine Lehre macht, sieht hier nichts, was fehlt, wobei er aber seine Freizeit in Basel verbringe. Maja Samimi ergänzt: «Wir haben auch ein gutes Angebot an Läden und Sportmöglichkeiten. Mir fehlt nichts.» (hi)