Musical
Chinesische Meditation im prickelnden Ambiente des Moulin Rouge

Die «Move in Arts»-Tanzschule präsentierte in Liestal ein multikulturelles Musical. Die Tänzerinnen und Tänzer nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch Raum und Zeit und zeigten bei ihrer Performance eine perfekte Symbiose aus Tanz und Gesang.

Adrian Gottwald
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Chinesische Meditation im prickelnden Ambiente des Moulin Rouge
8 Bilder
Eine Szenerie die Männerherzen höher schlagen lässt: Moulin Rouge.
Alle Tänzerinnen und Tänzer gaben vollen Einsatz.
Himmel auf Erden: Die «Move in Arts»-Schüler ganz in weiss.
Dunkler Mafiaboss vor furchterregender Kulisse...
...unterstützt von seinen weiblichen Kumpanen.
Tanzlehrerin Denise Döbeli (l.) mit einer ihrer Schülerinnen.
Die Hauptdarstellerin Nadine Zemp, welche die Göttin spielte.

Chinesische Meditation im prickelnden Ambiente des Moulin Rouge

Elena Koch

Heiss war es im Saal des Hanrogebäudes in Liestal. Gleichermassen ging es auf der grossen Bühne zu und her. Über 200 Tänzerinnen und Tänzer präsentierten stolz, wofür sie ein halbes Jahr lang hart trainiert hatten. «Ein Gedicht» ist ein Musical, welches sich der Vereinigung unterschiedlichster Stile angenommen hat.

Eine Göttin hat genug von den Streitereien der Menschen und straft diese mit einem Fluch, der sie zwingt, in Reimen zu sprechen. Ihr Ziel, dass die Menschen sich so ihres Verstandes bedienen bevor sie sich äussern, schlägt jedoch fehl. Die Göttin will intervenieren und reist auf der Welt umher, um ihnen bei ihrer Erlösung zu helfen.

Moderne und Klassik

Manch einer der rund 300 Zuschauer hatte am Anfang Mühe, der Handlung zu folgen. Und doch war diese wohlüberlegt, da sie es zulässt, in unterschiedliche Kulturen einzudringen, um so Tanzstile von der ganzen Welt zu präsentieren.

Tanzlehrerin Denise Döbeli (l.) mit einer ihrer Schülerinnen.

Tanzlehrerin Denise Döbeli (l.) mit einer ihrer Schülerinnen.

Elena Koch

Auf wummernde Dubstep-Bässe folgten ländliche Klänge oder lateinamerikanische Rhythmen. «Bei der Auswahl der Musik wurden die Schüler ebenfalls miteinbezogen», erklärt Döbeli. «Die Vorstellung sollte zu einem abwechslungsreichen Erlebnis werden.»

Enttäuscht wurde an diesem Abend niemand. In einer knapp zweistündigen Show zeigten die verschiedenen Tanzgruppen eine Darbietung auf hohem künstlerischem Niveau. Verschiedene Spezialeffekte wie Feuerschwaden und der Einsatz einer Nebelmaschine sorgten für staunendes Raunen im Publikum. Die aufwändige Kostümwahl gab der Show zusätzlichen Charakter.

Begeistertes Publikum

Neben der stimmstarken Hauptdarstellerin Nadine Zemp und den souveränen jungen Erwachsenen waren es die Kleinen, welche für Aufsehen sorgten. Oft war man als Zuschauer überrascht, welche kräftigen Stimmen sich hinter den Sängern mit den scheuen Blicken versteckten.

Als die Show auf ihr Ende zuging, hatten längst nicht mehr nur die Akteure Schweissperlen auf ihrer Stirn. Auch die Zuschauer waren sichtlich mitgerissen und ihre Begeisterung löste sich in minutenlangem Applaus auf.