Kommentar
Coop schliesst - eine Lücke geht auf

Der Entscheid der Coop-Genossenschaft, ihre Restaurants in Bubendorf und Oberwil zu schliessen, öffnet die Türe für die anderen Gastronomen vor Ort.

Jocelyn Daloz
Jocelyn Daloz
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Per Ende Jahr wird das Coop-Restaurant in Bubendorf geschlossen.

Per Ende Jahr wird das Coop-Restaurant in Bubendorf geschlossen.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Wie die bz aufzeigt, besteht ein grosses Bedürfnis nach preiswerter Verpflegung in ungezwungener Atmosphäre: Arbeiter essen im Coop zu Mittag, die Billigmenüs finden Anklang bei jenen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Die Restaurants sind ein Treffpunkt, vor allem für ältere Menschen, die dort ein bisschen Geselligkeit suchen. Viele wissen jetzt mehr wohin.

Coop hat den Schliessungsentscheid damit begründet, dass der Trend in der Gastronomie in Richtung Take-away gehe. Es ist das gute Recht des Grossverteilers,solch einen unternehmerischen Entscheid zu fällen, schliesslich ist er keine Wohltätigkeitsorganisation. Auch lassen sich die Umstände, die zu dieser und weiteren Schliessungen führen, nicht bestreiten: Viele Menschen essen heute tatsächlich lieber unterwegs oder im Büro als in einer Beiz. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die sich gerne für eine Bratwurst mit Pommes und eine Stange zu Tisch setzen möchten. Sie verlangen keinen Luxus, sondern ein simples Menü, für das man kein Vermögen ausgeben muss.

Wenn Coop in Bubendorf und Oberwil seine Restaurants schliesst, öffnet sich eine Lücke. Welche anderen Gastro-Betriebe sind kreativ genug, den verwaisten Stammkunden eine neue Heimat zu bieten?

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