Coronavirus
Kanton Basel-Stadt will die Impfkampagne mit verschiedenen Massnahmen verstärken

Zwei Drittel sind in Basel-Stadt bereits geimpft oder für die Impfung angemeldet. Das ist im schweizweiten Vergleich viel, aber für das Gesundheitsdepartement noch immer zu wenig. Mit den neuen Massnahmen sollen nun auch gezielt Ausländer angesprochen werden.

Tomasz Sikora
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Mit zwei Dritteln ist die Impfquote in Basel-Stadt hoch, aber noch immer zu niedrig. Darum verstärkt der Kanton nun seine Impfkampagne.

Mit zwei Dritteln ist die Impfquote in Basel-Stadt hoch, aber noch immer zu niedrig. Darum verstärkt der Kanton nun seine Impfkampagne.

Sven Hoppe / dpa

Wie das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt gestern verkündete, werden demnächst mehrere Massnahmen lanciert, um die Impfquote im Kanton zu erhöhen. Neben einer Weiterführung der Walk-in-Tage im September und einer Streusendung mit einem Impfaufruf samt QR-Code zur Anmeldung in alle Briefkästen im Kanton soll ein Impftelefon in Kalenderwoche 35 aufgeschaltet werden.

Unter der Nummer 0800 444 333 können sich Einwohner am Montag-, Mittwoch- und Freitagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr mit Fragen und Unsicherheiten an Experten wie zum Beispiel den USB-Infektiologen Manuel Battegay wenden. Ebenfalls geplant sei eine sich im Aufbau befindliche «zusätzliche niederschwellige Impfmöglichkeit», deren Ziel es sei, die Impfung noch näher zur Bevölkerung zu bringen. Weitere Informationen diesbezüglich sollen in den nächsten Wochen folgen.

Zielgruppe Ausländer

Vermutlich als Folge mehrerer Medienberichte, wonach Ausländer sich seltener impfen lassen und überproportional häufig Intensivpflege benötigen, sollen nun auch Inserate auf Albanisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch zum Piks aufrufen.

Dass sich das Gesundheitsdepartement angesichts der Tatsache, dass es sich bei Kroatisch und Serbisch um zwei nahezu identische Sprachen handelt, einen Teil der Anstrengungen hätte sparen können, scheint unerkannt geblieben zu sein. Auch die Frage, welcher Anteil der fremdsprachigen Bevölkerung mit diesen Sprachen erreicht wird, konnte das Gesundheitsdepartement nicht beantworten.

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