Widerspruch
Daniel Münger sieht ZAK entlastet

Die ZAK habe korrekt gearbeitet, sagt der bisherige Vize-Präsident – das besage ein externer Revisionsbericht.

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Der bisherige Vizepräsident und ehemalige SP-Landrat Daniel Münger sieht die ZAK durch einen Revisionsbericht entlastet.

Der bisherige Vizepräsident und ehemalige SP-Landrat Daniel Münger sieht die ZAK durch einen Revisionsbericht entlastet.

KEYSTONE

Seit Monaten sorgt die Zentrale Arbeitsmarkt-Kontrolle (ZAK) des Kantons Baselland wegen angeblicher Unregelmässigkeiten für Schlagzeilen. Nun sieht der bisherige Vizepräsident und ehemalige SP-Landrat Daniel Münger die ZAK durch einen Revisionsbericht entlastet.

Bei einer ordentlichen und vertieften Revision habe die BDO AG der ZAK und auch der zentralen paritätischen Kontrollstelle (ZPK) eine Geschäftsführung bescheinigt, die sowohl den gesetzlichen wie auch den statutarischen Bestimmungen entspreche, teilte Münger am Wochenende mit. Der Vorwurf von Unregelmässigkeiten habe sich nicht bestätigt, und deshalb, folgert Münger, sei auch der erste Schritt getan, die beiden Institutionen, die im Baselbiet für Schwarzarbeitskontrollen im Baugewerbe zuständig sind, zu rehabilitieren. Er schreibt, dass «die laufende Kampagne gegen die im Arbeitsmarkt tätigen Kontrollstellen ins Reich der Fantasien» spediert würde.

Strafuntersuchung geht weiter

Gerügt wird im Revisionsbericht für das Jahr 2014 allerdings ein ungenügendes internes Kontrollsystem bei ZAK und ZPK. Laut Münger wurde diese Problematik aber schon vor Erscheinen des Prüfberichts angegangen.

Der Wirbel um die ZAK hat einen Tag vor der Generalversammlung (GBLL) den Gewerkschaftsbund Baselland zum sofortigen Rückzug bewogen. Die ZAK habe wegen ungenügender Transparenz ihre Glaubwürdigkeit verloren, hielt der GBBL am Donnerstag fest. Weiterhin hängig ist in Zusammenhang mit der Kontroverse um die ZAK unter anderem eine Strafuntersuchung der Baselbieter Staatsanwaltschaft. (sda)