Kriminalität
Dank starker Polizeipräsenz: Im Baselbiet gab es so wenig Einbrüche wie vor 20 Jahren

Im Kanton Baselland hat die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten 2018 erneut abgenommen, nämlich um 12 Prozent auf 10'870 Delikte. Noch stärker war der Rückgang bei den Einbruchdiebstählen.

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Die Anzahl Einbrüche ist in der ehemaligen Hochburg Baselland sehr deutlich zurückgegangen.

Die Anzahl Einbrüche ist in der ehemaligen Hochburg Baselland sehr deutlich zurückgegangen.

Thinkstock

Noch vor wenigen Jahren galt der Kanton Basel-Landschaft als Einbruchs-Hochburg der Schweiz. Das hat sich inzwischen geändert, wie aus der am Mittwoch vorgestellten Baselbieter Kriminalstatistik hervorgeht. Nach Polizeiangaben ist Baselland nunmehr der sicherste Kanton der Nordwestschweiz.

Im vergangenen Jahr wurden kantonsweit noch 1010 Einbruchsdelikte registriert, 22 Prozent weniger als 2017. So wenige Einbrüche hatte es letztmals vor 20 Jahren gegeben. Zu verdanken ist dieser Rückgang laut der Polizeiführung konsequenter Lageverfolgung, verstärkter Polizeipräsenz auf der Strasse und überdurchschnittlichem Personaleinsatz.

Dafür mehr Gewaltstraftaten

Bei den Gewaltstraftaten verzeichnete Baselland letztes Jahr dagegen einen Anstieg um 15 Prozent. Zugenommen haben jedoch insbesondere minderschwere Delikte wie einfache Körperverletzungen oder Tätlichkeiten. Durch eine Straftat ums Leben gekommen ist 2018 eine Person.

Neben der Kriminalitäts- hat die Baselbieter Polizei am Mittwoch auch die Verkehrsunfallstatistik 2018 präsentiert. Demnach haben sich letztes Jahr auf den Baselbieter 1100 Unfälle ereignet, 11 Prozent mehr als im 2017. Die Zahl der Verletzten stieg um 1 Prozent auf 611. Wie im Vorjahr mussten fünf Verkehrstote registriert werden.