Gastronomie
Das bz-Gemeinderating zeigt: In diesen Gemeinden gibt es die meisten Beizen

Im zweiten Teil unserer Serie «Das grosse bz-Gemeinderating» gehen wir der Frage nach, wo in unserem Einzugsgebiet die grösste Restaurantdichte herrscht.

Leif Simonsen
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«Das grosse bz-Gemeinderating»: Wo herrscht die grösste Restaurantdichte?
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Top 2: Metzerlen-Mariastein Der Wallfahrtsort Mariastein zählt zusammen mit Metzerlen 10 Restaurants. Das entspricht 10,55 Restaurants pro 1000 Einwohner.
Top 3: Waldenburg Mit 11 Beizen und einer Dichte von 9,62 Restaurants pro 1000 Einwohner schafft es Waldenburg auf den 3. Rang.
Top 4: Bättwil Bättwil, eine eher unscheinbare 1179-Seelen-Gemeinde im hinteren Leimental, landet mit 9 Beizen auf Rang 4.
Top 5: Eptingen Eptingen kommt mit seinen vier Restaurants auf eine Beizendichte von 7,43 pro 1000 Einwohner.
Flop 1: Diepflingen 742 Einwohner und kein einziges Restaurant: Die Gemeinde Diepflingen schneidet beim grossen bz-Gemeinderanking am schlechstesten ab.
Flop 2: Bennwil Mangels Beiz einer der Treffpunkte in Bennwil: der Dorfplatz und das Gemeindehaus.
Flop 3: Titterten Ende des letzten Jahres noch kein Restaurant gab es in der Gemeinde Titterten (414 Einwohner):
Flop 4: Kilchberg Keine Restaurants gibt es auch in der Kleinsgemeinde Kilchberg (164 Einwohner).
Flop 5: Lupsingen Mit dem einen vorhandenen Restaurant ganz zufrieden ist der Lupsinger Verwaltungsassistent Jeton Hyseni.

«Das grosse bz-Gemeinderating»: Wo herrscht die grösste Restaurantdichte?

Martin Töngi

Oft beklagt man sich auf dem Land, dass das Dorfleben ausstirbt. Das bz-Ranking zur Beizendichte in den verschiedenen Gemeinden widerlegt diese These. Allein im Kanton Baselland waren Ende 2017 1239 Gastwirtschaftsbetriebe registriert. Zwanzig Jahre zuvor waren es gerade 1095 gewesen; dazu gehören Gasthöfe, Gastwirtschaften, öffentliche Kantinen und für die Öffentlichkeit zugängliche Vereinslokale.

So funktioniert das grosse bz-Gemeinderanking

112 Gemeinden zählt das Einzugsgebiet der bz. Nebst den 86 Gemeinden des Baselbiets zählen auch die 25 Schwarzbubengemeinden sowie die Stadtgemeinden Basel-Stadt, Riehen und Bettingen dazu. Im grossen Gemeinderanking wagt die bz den Vergleich: Wir lassen alle Gemeinden gegeneinander antreten und haben hierfür Kriterien ausgewählt, in der die Kleinen gegen die Grossen eine Chance haben und umgekehrt. In der lose erscheinenden Serie küren wir jeweils die Top-5- und Flop-5-Gemeinden. Sollte Ihre Gemeinde auf den hinteren Rängen gelandet sein, dann nehmen Sie es sportlich: Vielleicht sind Sie in einem der nächsten Rankings ganz vorne dabei.

Bisher erschienen:
25. 7.: Bevölkerungszuwachs

Dass die Gastwirtschaft floriert, dafür gibt es mehrere Gründe. Ein Grund ist der Zeitgeist: Die Leute geben heute gerne auch mal etwas aus für gutes Essen. «Beizen mit Innovation, Motivation und gutem Angebot von marktfrischen Produkten haben immer eine Überlebenschance», sagt Bruno Gruber, Geschäftsführer von Gastro Baselland. Dies wird durch die stets steigende Zahl der Gault Millau-Restaurants in der Region untermauert. Dazu kommt, dass die Beizer und Köche einen unternehmerischen Geist an den Tag legen wie kaum eine andere Berufsgattung: 18-Stunden-Tage sind keine Seltenheit.

Viele gehen konkurs

Massgebend für die Rangliste ist, wie viele Restaurants pro Kopf eine Gemeinde hat. Bei den Flop-Gemeinden schwang die Gemeinde mit den meisten Einwohnern obenaus, die keine Beiz hat. Die Erhebung stützt sich auf die neusten verfügbaren Zahlen. Im Kanton Baselland und in Solothurn etwa ist es möglich, dass es zu kleineren Unschärfen kommt, da die Zahl der Bewilligungsinhaber aktuell erfasst ist, aber diese womöglich in den vergangenen zwei Jahren ihren Betrieb eingestellt haben. Das passiert nicht allzu selten, wie ein Blick in die Stadt zeigt. Von den etwas über 600 Beizern mussten im vergangenen Jahr 28 Konkurs anmelden.

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