Liestal
Das Gartenbad Gitterli wurde ökologisch aufgerüstet und neu gewandet

Die Umbauarbeiten im Gartenbad Gitterli neigen sich dem Ende. Zwar erledigen Handwerker an noch den Feinschliff, doch der Eröffnungsparty am kommenden Sonntag steht nichts mehr im Weg. Das Gartenbad präsentiert sich in frischer Natürlichkeit.

Anna Wanner
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Ein schlichteHolzsteg trennt das Schwimmer- vom Nicht-Schwimmer-Bassin.
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Umbau Gartenbad Gitterli in Liestal
Die Stromkosten für warmes Wasser machen den Bärenteil der Ausgaben eines Schwimmbades aus.
Eine grosse Wasserrutsche gibt es jetzt auch im Freibad.
Um die neu installierten Sonnenkollektoren auf dem Dach des Schwimmbad Gitterli betrachten zu können, wurde die lokale Feuerwehr aufgeboten.
Seit September sind die Sonnenkollektoren auf dem Dach des Schwimmbad Gitterli in Betrieb.
Die durch die Sonnenkollektoren gewonnene Wärme heizt das Badewasser auf.

Ein schlichteHolzsteg trennt das Schwimmer- vom Nicht-Schwimmer-Bassin.

Heinz Dürrenberger

Längst kommen die Badegäste nicht mehr nur zum Schwimmen ins Gartenbad. Deshalb wartet das Gitterli mit einer neuen Attraktion auf: Eine grosse Wasserrutsche gibt es jetzt auch im Freibad. Die Beach-Bar direkt neben dem Kinderbecken bietet eine Alternative zum Restaurant, um Hunger und Durst zu stillen.

Nebst sanierten Toiletten und Umkleidekabinen steht den Badegästen auch mehr Platz zur Verfügung. Rund 400 m2 Liegefläche wurde durch das Abreissen der veralteten Einzelkabinen gewonnen.

Mehr Platz für Schwimmer

Ein schlichter, aber eleganter Holzsteg in der Mitte des grossen Beckens trennt das Schwimmer- vom Nicht-Schwimmer-Bassin. Während sich die Plantscher auf der Rutschbahn vergnügen, können auf der anderen Seite die Sportler in Ruhe ihre Längen ziehen.

3,5 Millionen investiert

Um den Ansprüchen der Badegäste gerecht zu werden, nahm die Sport- und Volksbad Gitterli AG viel Geld in die Hand. Der Umbau kostete rund 3,5 Millionen Franken, wovon etwa 2,61 Millionen ins Gartenbad investiert wurden. Gleich nach Saisonende Mitte September 2010 begannen die umfangreichen Arbeiten.

In den vergangenen 230 Tagen veränderte sich aber nicht nur das Aussenbild des Bades. Mit einer Investition über 834 000 Franken in erneuerbare Energien modernisierten die Betreiber auch die technische Leistung.

Hohe Energiekosten steigern Attraktivität erneuerbarer Energien

Die Stromkosten für warmes Wasser machen den Bärenteil der Ausgaben eines Schwimmbades aus. Laut Schafroth standen deshalb ökonomische Anreize im Vordergrund, um auf erneuerbare Energien zu setzen: «Die hohe Wärmeleistung eines Schwimmbads und die steigenden Energiepreise veranlassten uns, umzudenken.»

Rund 55 Prozent des Energiebedarfs soll über Sonnenkollektoren und Luft-Wasser-Wärmepumpen eingespart werden. «Wir hoffen, damit jährlich 30 000 bis 40 000 Franken einzusparen», sagt Geschäftsführerin Ines Camprubi. Das Projekt der umweltfreundlichen Wärmegewinnung unterstützt die Stadt Liestal mit 200 000 Franken. Auch die EBL steuert 100 000 Franken aus einem hauseigenen Fonds zur Förderung erneuerbarer Energien bei.

Am 1. Mai kann das Vergnügen im neugestalteten Gartenbad losgehen, wenn das Gitterli zur Eröffnungsfeier einlädt.