Versteigerung
Das letzte aus der Einerreihe: Nummernschild «BL 9» unter dem Hammer

Am Montag startet die Auktion der letzten verfügbaren einstelligen BL-Nummer – der Kanton hofft auf einen Erlös von 30000 Franken oder etwas mehr. Für «BL 7» zahlte ein Käufer 33000 Franken.

Dean Fuss
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Das Nummernschild «BL 9» geht bald in Privatbesitz über.ZVG

Das Nummernschild «BL 9» geht bald in Privatbesitz über.ZVG

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Nummernschild-Fanatiker aufgepasst: Am Montag startet die Online-Auktion des letzten noch verfügbaren einstelligen Baselbieter Autokennzeichens «BL 9». Den Zuschlag erhält die Bieterin oder der Bieter, der bis Sonntag, 22. Dezember, das höchste Gebot abgegeben hat.

«Wir erhoffen von der Auktion von ‹BL 9› einen Erlös um die 30 000 Franken oder etwas mehr», sagt Pascal Donati, Leiter der Baselbieter Motorfahrzeugkontrolle (MFK).

Als Vergleichswerte zieht er die Erträge der beiden einzigen bisher versteigerten einstelligen Nummernschilder heran: «‹BL 7› hat bisher mit etwas mehr als 33 000 Franken am meisten eingebracht – ‹BL 5› lag mit rund 32 000 Franken in einem ähnlichen Bereich.» Die weiteren einstelligen Baselbieter Nummernschilder sind bereits seit langer Zeit in Privatbesitz.

Bei solchen Versteigerungen von tiefen Nummernschildern würden normalerweise nur wenige Personen mitbieten, sagt Donati. Doch wer ist überhaupt bereit, für ein Nummernschild an seinem Fahrzeug mehrere tausend Franken zu bezahlen? «Das sind Personen, die Freude an einer tiefen oder speziellen Zahl auf ihrem Nummernschild haben. Zudem müssen sie natürlich bereit sein, einen gewissen Betrag zu investieren.»

Neben «BL 9» starten ab Montag auch die Auktionen von «BL 56» und «BL 61». Auch hier ist mit gewissen Erträgen für den Kanton zu rechnen, wie ein Blick auf vergangene Auktionen zeigt. Das Nummernschild «BL 86» hat in den vergangenen zwölf Monaten mit 10 600 Franken am meisten eingebracht.

Letzte Versteigerung 2013

Nach Ablauf der kommenden Versteigerung wird die Online-Plattform der Baselbieter MFK überarbeitet, weshalb in diesem Jahr keine weiteren Auktionen mehr stattfinden werden. Zu den bereits bestehenden Möglichkeiten der Auktionen und der Wunschnummernschilder – fünf- und sechsstellige Schilder werden nicht versteigert – kommt ein neues Tool hinzu. Dieses ermöglicht es Privaten, untereinander mit den BL-Nummernschildern zu handeln. «Der Kanton verdient dann nur noch an der Gebühr für das Umschreiben», sagt Donati.

Die Einführung der Nummernschilder-Auktionen hatte Donati selber vor einigen Jahren veranlasst. Davor waren Donati und sein Team jeweils von den Autobesitzern bestürmt worden, um möglichst das gewünschte Nummernschild herauszugeben. «Uns bei der MFK war das unangenehm», sagt er.