Liestal
Das Nadelöhr wird beseitigt

Der Bund hat mit den SBB eine Vereinbarung für das geplante Wendegleis in Liestal abgeschlossen.

Daniel Ballmer
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Am Liestaler Bahnhof ists heute ziemlich eng.

Am Liestaler Bahnhof ists heute ziemlich eng.

Kenneth Nars

Es tut sich etwas rund um den Bahnhof Liestal. Nachdem das Vorprojekt bereits genehmigt worden ist, macht das Verkehrsdepartement von Bundesrätin Doris Leuthard Nägel mit Köpfen. Soeben hat es mit den SBB die Umsetzungsvereinbarung für das Wendegleis in Liestal abgeschlossen. Es ist eine der ersten Vereinbarungen im Rahmen des Grossprojekts «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (Fabi), das bis 2025 schweizweit Ausbauten für 6,4 Milliarden Franken vorsieht.

Es gehe jetzt um die konkrete Realisierung, erklärt Andreas Windlinger vom Bundesamt für Verkehr (BAV). Mit der Vereinbarung könne nun die Projektierung vorangetrieben werden. Das Wendegleis für S-Bahn-Züge ist im Norden des Liestaler Bahnhofareals vorgesehen. Es ist die Voraussetzung für den seit Jahrzehnten angestrebten Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel. Von den zwei zusätzlichen S-Bahn-Zügen pro Stunde soll längerfristig einer bis Gelterkinden verkehren.

Bis 2025 fertig gebaut

Der Bau ist für den Zeitraum von 2024 bis 2025 geplant. Kosten von 15,5 Millionen Franken sind dafür veranschlagt, wie BAV-Sprecher Windlinger ausführt. Das Geld stammt vollumfänglich aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes. Der Terminplan sieht vor, dass der Vierspurausbau und das Wendegleis Ende 2025 in Betrieb genommen werden.

Das Wendegleis ist nur ein Teil der geplanten Grossinvestitionen rund um den Bahnhof Liestal. Rund eine halbe Milliarde Franken sollen hier in Infrastrukturbauten gesteckt werden. Geplant ist in erster Linie ein Vierspurausbau, der die Bahnkapazität im stark belasteten Ergolztal merklich erhöhen soll. Parallel dazu laufen die Planungsarbeiten für die Entwicklung des Bahnhofareals, auf dem mehrere neue Gebäude entstehen sollen.