Erdgas
Das Radonrisiko ist in den meisten Baselbieter Gemeinden gering

In 13 Gemeinden des Kantons Baselland besteht ein mittleres Radonrisiko. Eine hohes Risiko gibt es einzig in Rümlingen. Das zeigen die neusten Messungen des des Kantonslabors. In 24 von 380 neu erfassten Gebäuden wurden die Grenzwerte überschritten.

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Radonmessungen im einem verseuchten Keller in Attinghausen

Radonmessungen im einem verseuchten Keller in Attinghausen

Keystone

Die Gemeinde, die im Kanton ein mitteleres Risiko des radioaktiven Erdgases aufweisen, sind laut der nationalen Radondatenbank Bottmingen, Brislach, Burg i.L., Roggenburg, August, Lupsingen, Ziefen, Böckten, Kilchberg, Eptingen, Lauwil, Liedertswil und Reigoldswil.

Ein mittleres Risiko bedeutet, dass die Radonkonzentration in Wohn- und Aufenthaltsräumen in diesen Gemeinden über dem arithmetischen Mittelwert von 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) liegt. Der gesamtschweizerische Mittelwert ist bei 75 Bq/m3.

Rümlingen ist die einzige Gemeinde im Kanton mit einem erhöhten Radonrisiko, das heisst, der arithmetische Mittelwert liegt über 200 Bq/m3. In allen anderen Gemeinden ist dieses gering.

Gesetzlicher Grenzwert eingehalten

Gemessen werden die Radionkonzentrationen vom Kantonslabor der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion. Seit 1996 wurden im Baselbiet 2510 Gebäude auf Radon untersucht.
Bei der letzten Messungpersiode 2009/2010 haben die Fachleute 380 Gebäude neu erfasst. Dabei stellten sie fest, dass die Radonkonzentration in 24 Wohn- und Aufenthaltsräumen über dem empfohlenen Grenzwert von 300 Bq/m3 liegt. Der gesetzliche Grenzwert von 1000 Bq/m3 wurde in keinem einzigen Gebäude überschritten.

Gesetzlicher Grenzwert soll gesenkt werden

Ende 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation aufgrund neuer Erkenntnisse 300 Bq/m3 als Grenzwert für bewohnte Innenräume empfohlen. In der Schweiz wird eine Seknung des Wertes zur Zeit diskutiert. Das Bundesamt für Gesundheit rät jedoch, schon heute in Wohn- und Aufenthaltsräumen einen Wert unter 300 Bq/m3 anzustreben. Wird der aktuelle gesetzliche Grenzwert von 1000 Bq/m3 überschritten, muss der Hausbesitzer bei Mietobjekten eine Sanierung veranlassen. (rsn)