öV-Abbau
Der Abbau tangiert auch das Schänzli und die FHNW

Zusammen mit 16 weiteren Gemeinden im Unterbaselbiet wehrte sich Muttenz am Freitag schon gegen den geplanten öV-Abbau. Am Montag verstärkten sie ihre Kritik noch durch ihre spezielle Position mit FHNW und Schänzlitunnel.

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Neben des geplanten FHNW-Campus würde ein öV-Abbau in Muttenz auch die Sanierung des Schänzlitunnels tangieren.

Neben des geplanten FHNW-Campus würde ein öV-Abbau in Muttenz auch die Sanierung des Schänzlitunnels tangieren.

Schweiz am Wochenende

Muttenz wehrte sich am Freitag gemeinsam mit 16 weiteren Unterbaselbieter Gemeinden gegen einen öV-Abbau im unteren Kantonsteil, der am Donnerstag im Landrat zur Debatte stehen wird. Am Montag doppelte die Gemeinde in ihren Mitteilungen nach und verwies auf ihre «spezielle Situation».

Voraussetzung für die Genehmigung der Arealentwicklung im Muttenzer Polyfeld, wo zurzeit der Neubau der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entsteht, sei die Verlagerung auf den öV gewesen. Würden dort Buslinien eingespart, würde dies den Erhalt von Baubewilligungen für dieses Areal erschweren. Bereits erteilt ist die Baubewilligung für den FHNW-Campus.

Allerdings beruhe auch diese stark auf einer guten öV-Anbindung. Würden Kurse auf den Linien 47, 60, 63 eingespart, «wird ein wichtiger Pfeiler der Baubewilligung tangiert», schreibt Muttenz.
Sorgen bereitet der Gemeinde zudem die Sanierung des Schänzlitunnels. «Bund und Kanton setzen zur Bewältigung dieser grossen Herausforderung insbesondere auf das Umsteigen auf den öV.»

Dieser Lösungsansatz würde mit der Ausdünnung der Fahrpläne der Buslinien 47, 60, 61, 62, 63, 64 und 65 zunichtegemacht. Angesichts solcher Herausforderungen «wäre eher ein Ausbau der Buslinienfrequenzen im unteren Kantonsteil angebracht». (bz)