Corona-Krise
Der Baselbieter Regierungsrat fordert vom Bundesrat die Aufhebung des 2-Meter-Abstands an Gymnasien

Eltern sollen ab Mitte Juni wieder Kita-Beiträge zahlen müssen, das coronabedingte Defizit im Kantonsbudget wird sich schätzungsweise auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

Zara Zatti
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Zurück zum Normalzustand: Die Baselbieter wollen die Zweimeterregel in Gymnasien zum Fallen bringen.

Zurück zum Normalzustand: Die Baselbieter wollen die Zweimeterregel in Gymnasien zum Fallen bringen.

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Der Baselbieter Regierungsrat will die Abstandsregel an Gymnasien von zwei Metern zwischen den Schülern aufheben. Das gab er an einer Medienkonferenz vom Dienstagnachmittag bekannt. Die Baselbieter Regierung fordert den Bundesrat auf, die Regelung entsprechend anzupassen, um den Präsenzunterricht wieder aufnehmen zu können.

Auch hat die Regierung beschlossen, dass Eltern mit Kindern in Kitas die Beiträge ab dem 18. Juni wieder an die Kitas bezahlen müssen.

Budgetdefizit in zweistelliger Millionenhöhe erwartet

In Folge der Corona-Pandemie rechnet der Regierungsrat 2020 mit einem Budgetdefizit in zweistelligem Millionenbetrag. Im Budget vor der Coronakrise wurde mit einem Plus von 37 Millionen gerechnet. Als Grund für das Defizit gibt die Regierung das Corona-Hilfspaket, die gesundheitliche Bewältigung der Pandemie und die erwarteten Steuerausfälle an.

Auch der vom Kanton eingesetzte Krisenstab und die Materialbeschaffung (Desinfektionsmittel, Handschuhe) hat insgesamt 10,6 Millionen Franken gekostet, gab der Regierungsrat bekannt. An den beiden Abklärungsstationen wurden total 9193 Personen getestet, auf der eingerichteten Corona-Hotline haben 3085 Personen angerufen.