Binningen
Der Binninger Strassen-Fasnachtsumzug beendet die regionale Fasnachtszeit

Sonnenschein, milde Temperaturen und viele Schaulustige, viele davon bereits kurzärmlig, begleiteten am Samstagnachmittag den Fasnachtsumzug im Ortskern von Binningen.

Georges Küng
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Der Binninger Strassenumzug beendet die regionale Fasnachtszeit

Georges Küng

Die Strassenfasnacht in Binningen geht auf das Jahr 1991 zurück. Aus Anlass diverser Festivitäten zu „700 Jahre Eidgenossenschaft" beschloss „Binnige", eine einmalige Strassenfasnacht durchzuführen. Denn bis dato kannte die Vorortsgemeinde von Basel nur Maskenbälle, die vor vielen Jahren im legendären Rössli über die Bühne gegangen waren.

Was vor 21 Jahren mit ein paar Einheiten und knapp 200 Aktiven begann, ist zwei Jahrzehnte später zu einer der grössten regionalen Strassenumzüge verkommen. Am Samstag gingen 80 Einheiten mit knapp 900 Fasnächtlern an den Start. „Bei uns machen spontan sehr viele Mädchen- und Bubenzügli aus Binningen mit. Sie sind das Herzstück unserer Fasnacht", so OK-Mitglied Hanspeter Schatz. Denn sehr viele Binninger Wagencliquen machen an der Basler Fasnacht mit.

Zweistündiger Strassenumzug

Punkt 15 Uhr setzte sich der lange, bunte Zug beim Feuerwehrmagazin in Bewegung. Zuvorderst, als erster Pfeifer, lief OK-Präsident Romeo Schmid mit. Über die Postgasse hinauf bog man in die Haupstrasse, um bis zum Kronenplatz zu marschieren. Man umlief die Endschlaufe des 2er-Trams, um über die Weihermattstrasse wieder an den Ausgangspunkt zurückzukehren. Den Parcours lief man zweimal ab, was zu einem gut zweistündigen Strassenumzug führte.

Selbstverständlich würde sich das Binninger Schloss als Sujet bestens eignen. Doch dieses Politikum, das den Tagesmedia genug Nährstoff gibt, „kann seit zehn Jahren thematisiert werden", wie das siebenköpfige OK-Komitée unisono meinte. Der neue 7-1⁄2-Taktfahrplan der BLT sowie der von den Mayas prophezeite Weltuntergang waren beliebtere Themata.

Nach dem Umzug fand im Kronenmattsaal ein monströses Guggenkonzert statt, bevor die Beizenfasnacht die Oberhand gewann. Und selbst in den frühen Abendstunden sassen unzählige von Fasnächtlern und Passiven draussen vor den Dorfbeizen, um die ersten Frühlingsboten zu geniessen. Frau Fasnacht hat den Winter endgültig vertrieben, so die Meinung eines Waggis. Möge er mit seiner Behauptung Recht haben.