H 2-Baustelle
Der Hülftenkreisel und die Ergolzbrücke für den Verkehr freigegeben

Mancher Autofahrer, der die letzten Wochen im warmen Süden verbrachte, wird sich gewundert haben, als er im Berufsverkehr wieder langsam von der A 2 Richtung Liestal zockelte, denn nun wurden die ersten Abschnitte für den Verkehr freigegeben.

Boris Burkhardt
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Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
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Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal
Fussgängerbrücke Kanti Liestal
Strassenabwasserbehandlungsanlage
Hülftenschanz
Fussgängerbrücke Liestal
Hülftenschanz Kreisel
Hülftenschanz
Hülftenschanz Kreisel
Anschluss Schauenburger
Fussgängerbrücke Kanti Liestal
Anschluss Schauenburger
Baustelle H2
Fussgaengerbruecke

Arbeiten zwischen Liestal und Schoenthal

Auf einmal wird die H 2-Baustelle sichtbar: Fünf Betonbrücken stellten die Bauarbeiter in den letzten Wochen an der Hülftenschanze fertig, unter anderem über den Hülftenbach, der in Zukunft wieder ohne Betonbett fliessen darf. Bisher waren die meisten der Brücken hinter grossen Kieshaufen verborgen; und der Laie mochte sich fragen, warum die mittlerweile fünf Jahre alte H 2-Baustelle so lange scheinbar nicht vorankam.

«Nicht nur sichtbar, sondern auch befahrbar»

«Die Baustelle ist jetzt nicht nur sichtbar sondern auch befahrbar», freut sich Björn Meyer, in der Projektleitung zuständig für jenen Nordabschnitt an der Hülftenschanze. Ab morgen früh ist der neue Hülftenkreisel mit einem Durchmesser von 67 Metern in Betrieb: bis Ende Jahr allerdings nur als überdimensionale Verkehrsinsel mit zwei Anschlüssen Richtung Pratteln und Liestal. Der bisherige provisorische Kreisel mit Anschluss Richtung Augst bleibt solange noch zusätzlich erhalten.

2012 wird dann die H 2, die unter dem neuen Betonkreisel hindurchführen wird, über Rampen angeschlossen, sodass der kreuzungsfreie Verlauf der Schnellstrasse gewährt bleibt.

Fortschritt wird erfahrbar

Aber auch am anderen Ende der 4,5 Kilometer langen H 2-Baustelle wird der Fortschritt für die Automobilisten in Kürze im ursprünglichen Sinne «erfahrbar»: Die Ergolzbrücke auf Höhe des Kantonspitals wird am Samstagmorgen für den Verkehr freigegeben. Dort wurden in den Sommerferien die Lärmschutzwände und die erste Hälfte der Fussgänger- und Velobrücke gebaut.

Der Verkehr Richtung Füllinsdorf fliesst für eine Woche neu über den Schauenburger Kreisel, während die Autofahrer Richtung Sissach für diese Zeit wieder die alte Rampe auf die Rheinstrasse benutzen müssen. Dann wird diese Rampe samt «Bananenbrücke» abgebaut; und der Verkehr in beide Richtungen wird dann über den Schauenburger Kreisel umgeleitet. Diese Verkehrsführung bleibt in Betrieb bis zum Abschluss der Bauarbeiten, den Meyer ganz nach Zeitplan auf Ende 2013 schätzt: «Momentan sind wir sogar etwas vor der Zeit».

Grösster Teil der Arbeit veräuft unsichtbar

Der grösste Teil der Arbeit läuft aber unsichtbar für den Autofahrer, in der 2,2 Kilometer langen Tunnelgrube im Schönthal parallel zur Rheinstrasse. Dort bauen zwei Arbeitsgemeinschaften jeweils den Nord- und Südabschnitt des zweiröhrigen H 2-Tunnels. 12 bis 16 Meter Tunnelverschalung werden so wöchentlich fertiggestellt.

Für alle Interessierten selbst erfahrbar wird die Tunnelbaustelle am letzten Septemberwochenende am Tag der Offenen Baustelle.