Fernwärme
Der Kanton Baselland überlässt das Heizen nun EBL und EBM

Der Kanton Baselland hat seine beiden Wärmeverbünde im Ergolztal und in Muttenz an die Genossenschaften EBL und EBM verkauft. Die Übernahme erfolgte auf den Jahresanfang 2016. Für den Ausbau sind umfangreiche Investitionen geplant.

Daniel Haller
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Wärmeverbünde Baselbiet Baselland Karten

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zvg
Dies ist der angestrebte zukünftige Zustand, wenn langfristig alle Verbünde zusammengeschlossen sind (mit zwei potenziellen Standorten für eine zentrale Heizzentrale).

Dies ist der angestrebte zukünftige Zustand, wenn langfristig alle Verbünde zusammengeschlossen sind (mit zwei potenziellen Standorten für eine zentrale Heizzentrale).

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Im Herbst 2015 erhielt die EBL (Elektra Baselland) für 24,5 Millionen Franken den Zuschlag für die Fernwärme Liestal. Und die EBM (Elektra Birseck Münchenstein) konnte den Kaufvertrag für den Wärmeverbund Polyfeld in Muttenz für 9,5 Millionen Franken abschliessen.

Im Rahmen der Pressekonferenz am Mittwoch wurde deutlich, dass beide Genossenschaften nach eigener Einschätzung einen Preis knapp unter der Schmerzgrenze bezahlt haben, da die Wärmeverbünde, die der Kanton nach einem Landratsbeschluss vom Januar 2015 verkaufen wollte, für sie von strategischer Bedeutung sind. So will die EBL mittelfristig einen Gross-Wärmeverbund von Pratteln bis Ormalingen installieren.

In diesem wäre der kantonale Wärmeverbund Liestal, der beim Neubau des Kantonsspitals Anfang der 60er Jahre entstanden war, ein Fremdkörper gewesen. Und in Muttenz kommt die EBM durch den Kauf des Wärmeverbunds zu den Verträgen, künftig den Neubau der Fachhochschule Nordwestschweiz beliefern zu können.

In beiden Fernwärme-Anlagen stehen derzeit auch grössere Investitionen an, die angesichts leerer Kassen dem Kanton ungelegen kamen. An der gemeinsamen Medienkonferenz von Kanton, EBL und EBM sprach deshalb Regierungsrätin Sabine Pegoraro von einem «Win-Win-Geschäft».

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