Neubau
Der Veloweg von Bubendorf nach Ziefen ist drei Monate früher fertig als geplant

Die zweite Etappe des Neubaus des Velowegs von Bubendorf nach Ziefen samt Sanierung der Kantonsstrasse kann schon Ende dieses Monats beendet werden.

Simon Tschopp
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Die letzten Vorbereitungsarbeiten laufen: Bald kann das zweite Teilstück des Radwegs zwischen Bubendorf und Ziefen asphaltiert werden.

Die letzten Vorbereitungsarbeiten laufen: Bald kann das zweite Teilstück des Radwegs zwischen Bubendorf und Ziefen asphaltiert werden.

Kenneth Nars

«Wir sind schneller, weil wir die Abläufe zusammen mit Unternehmer und Verkehrspolizei geändert haben», sagt Angelo Gatti vom Baselbieter Tiefbauamt. Die zweite Etappe des Neubaus des Velowegs von Bubendorf nach Ziefen samt Sanierung der Kantonsstrasse kann schon Ende dieses Monats beendet werden. Geplant war die Fertigstellung erst per Ende September.

Darüber freut sich Projektleiter Gatti und meint verschmitzt: «Der Kanton ist nicht immer nur der, der verzögert.» Bis Ende nächster Woche wird der Veloweg geteert. Am 19. Juni kommt der 500 Meter lange Abschnitt der Kantonsstrasse an die Reihe. Ab dann wird der Belag auf der Fahrbahn Richtung Bubendorf eingebaut, danach folgt die Gegenspur. Um den Verkehr zu regeln, stehen für zwei Wochen während 24 Stunden Verkehrswachen im Einsatz.

Die erste Etappe des ganzen Projekts, das 2,5 bis 3 Millionen Franken verschlingt, ist bereits letztes Jahr erfolgt. Damals wurde zwischen Ortausgang Bubendorf und Abzweigung Arboldswil gebaut und saniert. Vorgesehen war, das gesamte Vorhaben in einer Phase durchzuziehen. Dies scheiterte jedoch. Laut Angelo Gatti gab es in Ziefen Probleme mit einem Landeigentümer, was zu Verzögerungen führte.

Mehrere Fliegen auf einen Schlag

Der 650 Meter lange Radweg von der Abzweigung Arboldswil bis zum Dorfeingang von Ziefen verläuft grösstenteils parallel zur Kantonsstrasse. Rund 50 Meter vor der ersten Gewerbeliegenschaft führt er quer durch Wiesland. Dies deshalb, weil diese Parzelle im Besitz des Kantons und von der Gemeinde ausgeschieden worden war. Deshalb musste dort kein Land erworben werden.

Dadurch, dass die Kantonsstrasse auf der gegenüberliegenden Seite des Velowegs zulasten des nun überflüssigen Trottoirs verschoben wurde, musste weniger Kulturland beansprucht werden. Kommt hinzu: Es konnten mehrere Arbeiten im selben Projekt getätigt und so auch Geld gespart werden – eine neue Trinkwasserleitung, Stromkabel, Telekommunikationsleitungen, Leitungen für die öffentliche Beleuchtung sowie ein Reserverohr wurden verlegt.

«Nicht irgendeine Luxuslösung»

Die Breite des Velowegs beträgt drei Meter. Nach Beendigung des ersten Stücks wurde aus verschiedenen Kreisen, auch politischen, wegen seiner Grösse Kritik laut. «Das ist nicht irgendeine Luxuslösung», entgegnet Gatti. Man müsse sich bewusst sein, dass Radfahrer und Fussgänger diesen Weg benutzten sowie Landwirte mit Traktoren und Ladewagen, um ihre Felder bewirtschaften zu können.

Ob diese Kritik für künftige Radrouten-Projekte Konsequenzen hat, kann Angelo Gatti nicht sagen. Derzeit gebe es keine Anzeichen. Im Gegensatz zum ersten Teil des Radwegs zwischen Bubendorf und Ziefen wird in der zweiten Etappe auf Randabschlüsse verzichtet. Der Standard werde «massiv» zurückgefahren. Im oberen Teil sind Randabschlüsse nicht erforderlich. Dies im Gegensatz zum unteren Stück vor Bubendorf, wo von der Strasse und vom Veloweg her kein Wasser ins Land gelangen darf, weil sich dort Gewässerschutzzonen befinden.

Der Kadermann des Tiefbauamts betont, dass man von Liestal nach Reigoldswil bald durchgehend auf Radwegen fahren könne. Und blickt zurück auf letzten Spätsommer, als das Teilstück von Bubendorf bis zur Abzweigung Arboldswil freigegeben worden ist: «Kaum war der Veloweg in Betrieb, wurde er rege benutzt.»